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Preisträger für Umgestaltung des Steinweges prämiert

Mit seiner historischen Substanz ist der Steinweg in Geras Innenstadt nicht nur eine überaus sehenswerte Stelle, sondern auch eine Fläche, die sehr viele Verbesserungen nötig hat. Der Steinweg ist eine der ältesten mittelalterlich geprägten und belegten Straßenzüge in der Geraer Altstadt, die als Ensemble unter Denkmalschutz steht. Nach dem letzten großen Stadtbrand 1780 bewahrte die Straße über zwei Jahrhunderte ihre funktionelle Stabilität und weitgehende Konstanz in der Gebäudestruktur.
Heute sind planerische Kompromisse mit teilweisem Altbestand, ausgedehnte Nutzflächenüberlagerungen innen und außen sowie mangelnde Nutzungsflexibilität der Baustruktur Risiken, mit denen es schwer ist umzugehen. Um einen städtebaulichen Rahmen als Leitbild und darauf aufbauend ein plausibles Programm zur Wiederbelebung des Steinweg-Areals zu erarbeiten, wurde ein Städtebaulicher Ideenwettbewerb durch die Stadt und die GBW "Elstertal" ausgelobt. Die Ergebnisse von diesem sollen als konzeptioneller Rahmen für die Entwicklung konkreter baulicher Projekte dienen. Für die Teilnahme am Wettbewerb hatten sich bis zum Stichtag im März dieses Jahres 312 Interessenten gemeldet. Die meisten Bewerbungen kamen aus den bekannten Zentren der deutschen Architektenszene um München, Stuttgart, Berlin, Hamburg und Köln. Aber auch Bewerber aus Großbritannien, den Niederlanden und Österreich interessierten sich für die ostthüringer Stadt.
Für sechs von insgesamt 30 Wettbewerbsbeiträgen gab es eine Würdigung ihrer vorgestellten Vorschläge und Ideen. Unter ihnen Anne Schmidt-Rossiwal vom gleichnamigen Geraer Architekturbüro. Sie konnte den mit 17 000 Euro dotierten 1. Preis in Empfang nehmen. Der 2. Preis (12 000 Euro) ging nach Köln an die Architekten Hollenbeck.Plato, der 3. Preis (9 000 Euro) an Kajus Daub aus Murr. Drei weitere Architektenbüros aus Cottbus, Köln und Hamburg erhielten eine Anerkennung in Höhe von 4 500 Euro. Ihre Arbeiten wurden angekauft. Zu welchem Zeitpunkt genau die vorgestellten Entwürfe Realität werden, ist noch offen. In einem ersten Schritt könne jetzt zumindest, so Ralf Schekira als Vertreter der GWB "Elstertal", auf Investorensuche gehen. Nur auf diese Weise können die städtebaulichen Ideen in kürzester Zeit umgesetzt werden. Allen Interessierten soll selbstverständlich die Möglichkeit offeriert werden, an einem Stück Stadtumbau teil zu haben. Aus diesem Grund sind die Wettbewerbsvorschläge in einer Ausstellung im Steinweg 3 noch in dieser Woche täglich von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Bei großem Zuspruch soll sie um eine weitere Woche verlängert werden.

( Christina Martens, 01.09.2006 )

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