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12. Köstritzer Werfertag wieder international

Für den überglücklichen neuen Kugelstoß-Europameister Ralf Bartels steht ein aufregendes Wochenende bevor: Pflichtauftritt in Paris, Anflug via Leipzig nach Bad Köstritz und neue Regeln beim dortigen Meeting. Der Köstritzer Werfertag, ehemals eher den Saisonausstand markierend, trifft 2006 die Leichtathleten nach der EM von Göteborg in voller Beschäftigung. So konkurriert die beliebte Veranstaltung in diesem Jahr indirekt mit dem offiziell von Stars geforderten Grand Prix-Wettbewerb von Paris, hat Deutsche Juniorenmeisterschaften und Rieti als Termine neben sich. Dennoch konnten die Organisatoren von Sports Live für den 27. August wieder interessante und internationale Starterfelder in den vier Wurfdisziplinen gewinnen: Bartels tritt u.a. wieder einmal gegen den Thüringer Andy Dittmar an, der bei EM das Finale schaffte. Das Diskuswerfen bietet das alte Duell von Lars Riedel mit Michael Möllenbeck. Den Hammer schwingen mit Steve Harnapp und Jens Rautenkranz z.B. der Dritte und Vierte der Deutschen Meisterschaft bzw. sieht Vizemeisterin Jana Tucholke im Vergleich mit Polens EM-Vierten Wioletta Potepa. Aber das ganz große Ding könnte die direkte Revanche der vier besten Speerwerferinnen Europas werden: Die frischgebackene Titelträgerin Steffi Nerius, inzwischen auch Plakatfotofrau des Werfertags, tritt gegen die in Schweden bezwungenen Barbora Spotakova (Tschechien), Mercedes Chilla (Spanien) und ihre schärfsten deutschen Rivalinnen Christina Obergföll und Annika Suthe an. Rein zeitlich liegt das mit 15.30 Uhr gegen Ende des Sonntagprogramms, dass bereits um 9 Uhr mit dem Chemiepokal für Vereinsmannschaften eröffnet und ab 10.30 Uhr traditionell von "Einhundert stoßen Kugel" begleitet wird. Der Jedermann-Wettkampf hat als Hyndai-Cup nun auch einen Titelsponsor und soll die Antwort sein auf die Herausforderung der Stadt Schönebeck. Die stärksten 100 Zuschauer bei der ersten Station im Mitteldeutschen Werfercup hatten 760,98 Meter vorgelegt. Köstritz ist nun das Finale und reizt die Mitmacher mit kostenlosem Eintritt.
Geblasen und getrommelt wird zwischendrin von den Kauerner Schalmeien und die werden praktisch wie Herolde lautstark verkünden: Hier passiert etwas (noch) Ungewöhnliches! Gesamtleiter Hans-Peter Bischoff brachte aus seinen Überlegungen für neue Attraktivität der
Leichtathletik einen anderen Ausscheidungsmodus ins Regelwerk ein. Demnach treten alle Wettkämpfer ihrer Disziplin zunächst dreimal im Vorkampf an. Von den drei Besten scheidet nach dem vierten Versuch einer aus. Dann entscheidet unbesehen der Vorleistungen die größte Weite im Duell der Finalisten den Pokalsieg. Der wird diesmal mit unikaten Gemälden
von Künstlern des Vereins "ARTig e.V." belohnt. Damit bleibt Spannung bis zum Schluß, und selbst Jahresweltbestweiten wie von Neuseelands Kugelstoßfavoritin Valerie Vili sind nicht vor Überraschungen der deutschen Konkurrenz um Nadine Kleinert gefeit. Ein Vorspiel hat der Tag der Großen schon am 26. August: Dann wird der OTWA-Nachwuchs-Cup mit den besten Nachwuchsdiskuswerfern der Jugend B ausgetragen und bevölkern ab 13 Uhr wieder fünf Ländermannschaften das Stadion an der Elster. Bad Köstritz mit dem LAV Elstertal als Stütze und dem Chemiewerk als Pokal-Stifter bleibt damit auch ein Treffpunkt für Talente.

( Thomas Triemner, 25.08.2006 )

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