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Museumsnacht mit Feuertanz und Trommelwirbel

"Trotz prekärer finanzieller Lage ist es uns gelungen, für die Museumsnacht ein spannendes und attraktives Programm zusammenzustellen", verwies der Direktor der Geraer Museen Hans-Peter Jakobson auf das Ereignis am Sonnabend, 2. September. Das sei nur mit Hilfe der Sponsoren möglich gewesen, die, obwohl sie selbst zu kämpfen hätten, der Museumsnacht die Treue hielten, bedankte er sich.
Zum achten Mal wird sie nun durchgeführt, und ab 19 Uhr laden das Museum für Naturkunde, das Stadtmuseum, das Museum für Angewandte Kunst und das Otto-Dix-Haus die Besucher nicht nur zum Gang durch die Ausstellungen, sondern zu mitunter spektakulären Programmaktionen, zu Führungen, Livemusik, Lesungen und gastronomischen Köstlichkeiten ein. Beteiligt sind auch die Geraer Höhler, der Kunstverein Gera, die Gedenkstätte Amthordurchgang, die Stasi-Unterlagenbehörde, das Haus Schulenburg und das Schulmuseum in der Kurt-Keicher-Straße 14. Außerdem können der Rathausturm und der Turm der Salvatorkirche bestiegen werden, ebenso geöffnet hat der Ost-West-Pavillon in der alten Wache auf Schloss Osterstein.
"Die Motivation unserer Mitarbeiter ist außergewöhnlich. Jedes Team hat sich etwas Besonderes ausgedacht, umschrieb Christel Russe, Leiterin des Museums für Naturkunde, die Aktivitäten. Ihr Haus widmet sich den vier Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft. Zum Thema Feuer wird es im Allchemielabor krachen und donnern. Einen Finger- oder Handabdruck können die Gäste in der Werkstatt des Präparators hinterlassen. Gera vor 255 Millionen Jahren im Zechsteinmeer zeigt eine sensationelle Sonderausstellungen, und zum Thema Luft liest ein Luftikus Lausbubengeschichten vom lausigen Gera, zählt Christel Russe auf, die den Unerschrockenen die Mitternachtsführung mit einem Steiger im Höhler 188 empfiehlt.
Das Mittelalter steht im Mittelpunkt des Stadtmuseums. Die Leiterin Ute Heckmann wirbt für Handwerksdemonstrationen, eine Klang-Zeit-Reise, Modenschau und die Feuerhexen. Diese zwei Hexenschwestern Petra und Astrid werden sich mit Feuertanz und Trommelwirbel auf dem Museumsplatz präsentieren. Das Otto-Dix-Haus vertritt die Kunstsammlungen. "Leider können wir die Orangerie nicht für eine Besichtigung freigeben, da sie noch eine Baustelle ist", bedauert Holger Saupe von der Kunstsammlung. Er verweist auf die bunten Veranstaltungen im Haus und im Garten "Ohne Dix geht nix", sowie auf die Lesung von Richard Dübell aus seinem Buch "Der Tuchhändler" in der Marienkirche.
Das Museum für Angewandte Kunst (MAK) widmet sich treu seinen Buchstaben der Musik, den Aktionen, der Kunst. "Bei uns wird auch viel im Hof passieren", versichert Hans-Peter Jakobson. Da steppt das Klavier, da gibt es Tänze am Lagerfeuer, Rock und Pop um Mitternacht und alles, was satt macht. "In einer Fotogalerie im Treppenhaus werden sich Besucher unserer Ausstellungseröffnungen wieder entdecken", freut er sich. Mielkes "roter Koffer" wird im Stasieunterlagen-Gebäude in der Hermann-Drechsler-Straße 1 geöffnet. "Er befindet sich nur einen Tag in Gera", verweist Andras Bley von der Behörde auf den mysteriösen Koffer, in dem Mielke Unterlagen gegen Erich Honecker mit sich herumtrug.
"Der Besuch der Museumsnacht sollte für die Geraer ein Muss sein", hofft der amtierende Kulturdirektor Dr. Frank Rühling. Er lud die gesamte Bevölkerung ein, die Kultur zu moderaten Preisen in ganzer Fülle zu genießen.

( Helga Schubert, 25.08.2006 )

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