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Viel Dank für und von Dr. Kneipel

"Die Spielzeit und damit seine Amtszeit endet erst am 31. Juli", betonte Dagmar Kunze, langjährige Mitarbeitern des Theaters Altenburg-Gera und Theatervorstand mit Nachdruck, als sie vor rund 1000 Besuchern des letzten Philharmonischen Konzertes dieser Spielzeit im Kultur- und Kongreßzentrum (KuK) die Abschiedsworte für den scheidenden Generalintendanten Dr. Eberhard Kneipel sprach. Die Rührung war ihrer Stimme anzuhören und nicht ohne Stolz dankte sie ihrem Chef, wie sie sagte, den sie mit durchgreifender Strenge, aber auch als gerechten und vor allem kompetenten Partner kennen lernen durfte. Bürgermeister Norbert Hein dankte im Namen der Stadt und würdigte die Tätigkeit Dr. Kneipels für das Theater. Er wünschte ihm, seine bedächtige Art, mit in den nächsten Lebensabschnitt zu nehmen. Als größtes Kompliment für das Wirken des Theatermannes bezeichnete er den vollen Saal im KuK. Dank erntete Dr. Kneipel auch vom Philharmonischen Orchester und weiteren Gremien.
"Ich bedanke mit bei allen für die großartige Meinung, die Sie von mir haben", antwortete Dr. Kneipel. Als er das Amt übernommen hat, habe er immer Sorge gehabt, ob auch alles gut ausgehe, ob der Spielplan angenommen und die Interimsspielstätten akzeptiert werden. Dem neuen Generalintendanten Prof. Matthias Oldag und seinem neuen Team wünschte er neue Herausforderungen und neue Erfolge.
Nach dem Konzert fand für Mitarbeiter und Gäste ein Empfang statt, bei dem noch einmal viele Dankesworte und Zukunftswünsche flossen und bei dem der Noch-Generalintendant den Staffelstab an seinen Nachfolger übergab. Zuvor aber wolle er den großen Schlüssel weitergeben. Ihn habe er von seinem Vorgänger René Serge Mund erhalten. Den Generalschlüssel für das Theater behalte er aber noch bis 31. Juli, schmunzelte Dr. Kneipel. "Ich freue mich auf die Zeit, die vor mir liegt", gab der Neue zu, "und ich habe großen Respekt vor der geleisteten Arbeit, die hinter Ihnen liegt", versicherte er. Er hoffe, dass Dr. Kneipel dem Theater auch als Zuschauer die Treue halte und übergab ihm ein Ehrenabonnement, das ihm ständigen freien Zutritt gewährt.
Dr. Kneipel war seit 1979 an den Bühnen der Stadt Gera, später Theater Altenburg- Gera beschäftigt. Er wirkte als Chefdramaturg, von 1989 bis 1992 als Intendant, 1998 als Chefdisponent, 2000 als Künstlerischer Direktor und kommissarischer Leiter des Philharmonischen Orchesters sowie nach dem vorzeitigen Ausscheiden von René Serge Mund als Geschäftsführer der Altenburg-Gera GmbH und Generalintendant. In der Musikszene hat sich Dr. Kneipel mit verschiedenen Aufführungen einen Namen über die Grenzen Thüringens hinaus gemacht. Dazu gehören neben weiteren Schrekers "Der ferne Klang" 1985/86, Udo Zimmermanns "Der Schuhu und die fliegende Prinzessin" als DDR-Erstaufführung, Korngolds "Die tote Stadt" 2000/01, Janaceks "Die Ausflüge des Herrn Broucek" 2004/05.
In Altenburg wird Dr. Kneipel zur letzten Vorstellung von "West Side Story" am 3. Juli verabschiedet.

( Helga Schubert, 23.06.2006 )

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