Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Gartentore sind weit geöffnet

In Nachbars Garten wachsen doch immer die herrlichsten Früchte, die schönsten Blumen und die prächtigsten Sträucher. Wie macht er das nur? Manch einen Gartenbesitzer plagen Zweifel, ob er wirklich alles tut, um seinen Pflanzen die richtige Pflege angedeihen zu lassen. Aber Pflege ist es nicht allein. Viele gestalten ihren Garten mit Phantasie und künstlerischer Hand, machen ein Pflanzenparadies und architektonisches Kleinod aus dem Stück Erde.
Wer einmal nicht nur über den Gartenzaun schauen, sondern auch hineingehen will, dem öffnen sich am Sonntag, 11. Juni, ab 10 Uhr die Gartentore. 20 Gärten in Gera und Umgebung empfangen zum Tag der offenen Gärten die Besucher.
Der Buga-Förderverein ist der Initiator für die Teilnahme Geras mit Umland an dem in Thüringen durchgeführten Tag der offenen Gärten. Gera ist zum fünften Mal dabei. Dabei stößt er nicht nur bei Besuchern auf großes Interesse, sondern immer mehr Gartenbesitzer möchten ihr Refugium einmal im Jahr der Öffentlichkeit vorstellen. In diesem Jahr sind Gärten aus Gera, Linda, Bad Köstritz, Posterstein, Schwaara, Pölzig und weiteren Orten dabei. Ausgangspunkt für den Blick in fremde Gärten ist der Botanische Garten und die Villa Schulenburg. Hier erhalten die Interessenten gegen ein Eintrittsgeld eine Liste der anderen Gärten, und jeder kann seine Route selbst zusammenstellen.
Der amtierende Kulturdirektor Dr. Frank Rühling erwartet, dass die Besucher der Bundesgartenschau im nächsten Jahr nicht nur die Hauptausstellungsflächen kennenlernen, sondern auch andere Dinge in der Stadt, zumal gerade in der Villa Schulenburg und im Botanischen Garten, die beide Buga-Begleitprojekte sind, viel Kunst und Kultur angeboten wird. Einen kleinen Vorgeschmack erhalten die Gäste am 11. Mai. "Die Villa Schulenburg ist dabei, ihre alte Größe wieder zu erlangen", versicherte Peter Granderath, Vorsitzender des Buga-Fördervereins. Das könne man auch schon jetzt erkennen.
"Wir sind zwar noch eine Baustelle, aber der historische Eindruck ist schon zu sehen", warf Karsten Friedrich von der Villa Schulenburg ein. Der gesamte Komplex mit Gebäude und Garten wurde von dem belgischen Architekten Henry van der Velde entworfen. Zu 99 Prozent wird der Garten in diesem Jahr fertig, versicherte Karsten Friedrich. Der Terrassenbelag aus Sandstein, die Bepflanzung und einiges andere zählt er auf. Zum Teil wurde historisches Material verwendet. Pergola, Teehäuschen und Spielhäuschen werden ebenfalls noch fertiggestellt. Am Tag der offenen Gärten werden Führungen durch Haus und Garten durch den Verein "per pedes" angeboten.
Der Botanische Garten verbindet die Dauerausstellung im Naturkundemuseum mit dem lebendigen Beispiel zur Ostthüringern Pflanzenwelt. Der Garten hat weit über Gera hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad, weiß Christel Russe, Direktorin des Museums für Naturkunde, und hofft, auch für Buga-Besucher von Interesse zu sein. Doch zunächst freut sie sich auf den Tag der offenen Gärten, zumal es im Turmhaus eine Sonderausstellung Kakteen und Sukkulenten zu sehen gibt und auch ein Verkauf von Pflanzen stattfindet.

( Helga Schubert, 02.06.2006 )

zurück