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In Gera interessantes Stelldichein klassischer Auto-Schönheiten

Nachdem Gera schon 1934, 1991 und 1996 Bekanntschaft mit klassischen Auto-Schönheiten ma-chen durfte, soll es in Kürze wieder soweit sein. Worum geht’s da?
Gera darf sich glücklich schätzen, eines der größten Oldtimertreffen mitzuerleben. Der ADAC Hessen-Thüringen veranstaltet vom 9. bis 11. Juni die 12. Internationale Oldtimerfahrt. 150 klassische Automobile und Motorräder mit ihrem unverwechselbaren Outfit gehen an den Start. An den drei Tagen führt die Tour über 400 Kilometer vor allem quer durch die landschaftlich reizvollsten Regionen Ostthüringens mit Start in Gera und Ziel in Altenburg.
Der ADAC führt die Fahrt einmal jährlich im Wechsel zwischen Thüringen und Hessen durch. Es geht ihm darum, dabei auch weniger bekannte Gegenden zu bedienen.
In den Etappenorten und an verschiedenen Stationen rechnen wir mit insgesamt über 200.000 Besuchern. Fachkundige ADAC-Moderatoren werden dem Publikum Fahrzeuge und Fahrer des rollenden Museums vorstellen. Besucher müssten bundesweit 20 bis 30 Automuseen aufsuchen, um ein vergleichbares Fahrzeugfeld bewundern zu können.
Für die 12. Auflage des Klassikertreffens gab es 500 Bewerbungen. 150 wurden ausgewählt. Die Route wird an Mensch und Maschine hohe Anforderungen stellen.

Klären Sie uns bitte kurz auf, was Sie unter einem Oldtimer verstehen?
Solche Fahrzeuge müssen mindestens 30 Jahre alt, typengerecht im Originalzustand, fahrbereit und nach Prüfung durch den TÜV und die Behörden zugelassen sein. Man muss es miterleben, wie die Besitzer ihre Lieblinge pflegen, sie eifersüchtig hüten und eine Unmenge Freizeit und Geld für ihr schönes Hobby aufwenden. Oldtimer-Fahrzeuge haben Charakter. Sie sind ein wertvolles Kulturgut. In berechtiger Nostalgie halten sie die Erinnerung an die Technik der Vergangenheit wach. Erfreulich ist, dass es in Deutschland immerhin noch 200.000 Oldtimer gibt.

Wo können die Geraer die teilnehmenden "Schnauferle" bewundern?
Das dürfte vor allem beim Prolog am 9. Juni der Fall sein, der über 80 Kilometer rund um Gera führt. Die Ritter der Landstraße werden sich in der Schloßstraße, in der Kirchstraße, im Steinweg, auf der Sorge und auf dem Markt quasi zum Anfassen den Besuchern präsentieren. Gestartet wird 13 Uhr auf dem Kornmarkt.
Die zweite Etappe "Holzland-Schiefergebirge-Vogtland" am 10. Juni startet 8 Uhr am TÜV-Zentrum in der Keplerstraße. Gegen 17 Uhr werden die Fahrzeuge dann wieder in der Fußgängerzone Sorge erwartet. Der dritte Abschnitt "Mühltal-Osterland-Altenburger Land" beginnt 9 Uhr wiederum am TÜV-Zentrum und endet gegen Mittag auf dem Hof des Altenburger Schlosses. Das Fahrerfeld wird an einem der Tage auch Gelegenheit haben, sich in Ronneburg mit den BUGA-Vorbereitungen vertraut zu machen.
Wir freuen uns, dass Dr. Erhard Oehm, ADAC-Vizepräsident und Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen, traditionell als "Chauffeur" bei der Aktion "Bürgermeister fahren mit" fungiert. Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte des jeweiligen Veranstaltungsgebietes werden im Streckenabschnitt als Copiloten an Bord sein.

Ihr Motortouristikclub MTC wird bei der Oldtimerfahrt mitmischen. Auf welche Weise?
An der Organisation und Durchführung des sehenswerten Spektakels sind die ADAC-Ortsclubs gemeinsam mit den Städten und Gemeinden und vielen Sponsoren maßgeblich beteiligt. In Gera selbst werden die beiden Ortsclubs des ADAC, der MTC und der MC, mit zusammen etwa 40 Mitgliedern im Einsatz sein. Ihre Aufgabe besteht vor allem darin, den Start und die Zielankunft zu sichern, den Fahrzeugen im Stadtzentrum ein sicheres Geleit zu geben. Es bedarf an den drei Tagen eines großen Quantums ehrenamtlichen Einsatzes, den wir aber gerne leisten.

Können wir uns bei den teilnehmenden "Schätzchen" auch über Fahrzeuge freuen, die ehedem in der Region gebaut wurden?
Selbstverständlich. Voraussichtlich werden mehr als 30 Teilnehmer mit Fahrzeugen dabei sein, die vormals in der Region gebaut wurden. Thüringen und Sachsen gelten bekanntlich als die Wiege des deutschen Automobilbaus. Freuen wir uns deshalb auf Dixi, F5 Roadster, F8, Wanderer, Horch-Pullmann, IFA F9 und andere. Übrigens gibt es in Thüringen auch überdurchschnittlich viele Freunde von Oldtimer-Motorrädern, zum Beispiel MZ, AWO, Jawa, Zündapp usw.

( Das Gespräch führte Harald Baumann, 19.05.2006 )

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