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Europa ist in der Ostschule lebendig

Lebende Bilder, die jeweils ein europäisches Land verkörperten, begleiteten die Gäste die Treppe hoch zur Aula der Ostschule. Hier hatten Lehrer, Schüler und weitere Ehrengäste Platz genommen. Nach der Festwoche zum 100-jährigen Bestehen der Schule gab es erneut Anlass zum Feiern. Der Schule wurde durch Thüringens Kultusminister Prof. Jens Göbel zum zweiten Mal der Titel Europaschule verliehen.
"Als wir am 27. Mai 2003 das erste Mal den Namenszusatz verliehen bekamen, war das Anerkennung und Ansporn für weitere Aktivitäten", bekannte der Direktor der Ostschule Hans-Jürgen Voit. Drei Jahre später danke er allen Lehrern und Schülern für ihren Einsatz. Der Europagedanke sei ein fester Bestandteil des Lehrprogramms, das bis in die Freizeit reiche. Der Direktor bestätigte, dass das Schulprofil Grundlage für gegenseitige Toleranz, für die Achtung vor dem Anderssein und im gewaltfreien Auseinandersetzen mit Sitten und Gebräuchen Menschen anderer Länder sei.
In vielen Projekten können sich Kinder und Jugendlichen in ihrer Schule das Haus Europa nahe bringen. So werden jährlich Europawochen durchgeführt. Dabei kommen europäische Wissenschaftler zu Wort, Märchen fremder Länder werden vorgestellt oder interessante Neuigkeiten aus Europa verbreitet. Der gut gestaltete Fremdsprachenunterricht ist ein weiterer Bestandteil der Europaschule. Dazu gehört, dass Schüler ab 5. und 6. Klassen die tschechische Sprache erlernen können. Das unterstützt den freundschaftlichen Austausch mit der Partnerschule in Ceska Lipa in Tschechien, wobei es durch Schüleraustausch auch zu persönlichen Kontakten kommt. Chorley in Großbritannien ist ein weiterer Ort für Schüleraustausch, der durch ein EU-Bildungsprogramm möglich gemacht wird.
Prof. Göbel würdigte den Einsatz des Lehrerkollegiums und aller Schüler der Schule. Vor drei Jahren habe es in Thüringen nur drei Regelschulen gegeben, die den Titel Europaschule erhalten haben, in Gera sei die Ostschule die erste gewesen. Inzwischen dürfen sich 21 Schulen in Thüringen Europaschule nennen. Wer den Titel zum dritten Mal verteidigt, darf sich dann dauerhaft Europaschule nennen. "Ich bin sicher 2009 wird es auch die Ostschule in Gera sein", verkündete der Kultusminister. "Europa lebt vom Miteinander", unterstrich er. Er lobte besonders das Sprachkonzept der Schule. Sogar die Internetseite der Schule sei nicht nur in Deutsch, sondern auch in Englisch und Tschechisch verfasst. Er hob hervor, dass die Schule mit zehn Prozent Schülern, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist, zu den Schulen mit hohen Integrationsanteil sei.
OB Ralf Rauch überbrachte den Dank der Stadt und stellte fest: "Das ist eine richtig gute Leistung". Damit reihe sich die Ostschule in ein Netzwerk ein, zu dem interkulturelle und andere Vereine oder die Verbindungen zu den Partnerstädten Geras gehörten. "Der europäische Gedanke ist nicht das Tragen einer Fahne, sondern das Wissen darum, wo wohnen wir", sagte er.

( NG/sch, 12.05.2006 )

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