Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Deutsche Bahn und GVB berühren sich

Während die Stadtbahnlinie 1 im Tunnel unterhalb der Bahngleise ab Oktober die ersten Fahrgäste aufnehmen wird, müssen sich die Zugreisenden im oberirdischen Bereich bis zur Bundesgartenschau 2007 gedulden. "Bis dahin wird der Verknüpfungspunkt zwischen Straßenbahn und Eisenbahn auf alle Fälle fertig", versprach Gerold Brehm, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Thüringen zum Baustellentermin in Gera. Schließlich werde mit dem Projekt auch ein weiterer Abschnitt der Mitte-Deutschland-Verbindung errichtet.
Mit schwerer Technik werden derzeit Gleise in das neue Schotterbett gelegt. Zuvor musste der gesamte Untergrund abgetragen und schichtweise mit neuen Materialien aufgebaut werden. Schon jetzt sind die Konturen der Bahnsteige 5, 6, 7 und 8 erkennbar. Sie führen unter dem historischen Bahnsteigdach entlang und sind bis zu 395 Meter lang. Über Zugänge und Aufzüge sind sie künftig direkt vom Verknüpfungspunkt der Eisenbahn mit der Stadtbahnlinie 1 der Geraer Verkehrsbetriebe (GVB) erreichbar. Wegen der Bauarbeiten wird der Reiseverkehr am Geraer Hauptbahnhof vom 25. Juni bis 25. September nur mit einer Bahnsteigkante betrieben.
"Hier entsteht unser wichtigster Verknüpfungspunkt", deutete GVB-Geschäftsführer Dr. Norbert Vornehm auf die Tunneltrasse der Straßenbahn, in der die Haltestelle für den Hauptbahnhof entsteht und drei Zugänge haben wird. Außer der Anbindung des Bahnhofes mit der Straßenbahn erhalte der Hauptbahnhof mit der Querung auch einen Ausgang zur Untermhäuser Seite, und es entstehe eine schöne Fußgängerpassage zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Untermhaus, nannte er die Vorteile. Bis Ende August sollen die Arbeiten im unteren Bereich abgeschlossen sein. Die Decke für die Eisenbahnüberführung, die eine Oberlichtfunktion erhält, wird später angebracht, wenn die Modernisierung der Gleise der Eisenbahn abgeschlossen ist. Dr. Vornehm verwies auch auf den Bahnhofsvorplatz, der eine grundlegende Veränderung erfährt. Die Haltestellen der Regionalbusse rücken an das Bahnhofsgebäude, und in Zukunft haben Fahrgäste zwischen Bus, Eisenbahn und Straßenbahn kurze Wege und müssen bei Schnee und Regen nicht mehr nass werden. Unter einem Glasdach können sie schnell zwischen Bussen, Straßenbahn und Zügen umsteigen. Der Weg durch Schlammpfade während des Umbaus hat dann endlich ein Ende.
Ein weiterer Verknüpfungspunkt zwischen der Bahn und dem GVB befindet sich in Zwötzen. Er wurde bereits 2004 in Betrieb genommen. Hier halten die Straßenbahnlinie 2, die GVB-Busse und die Regionalzüge am selben Bahnsteig. Schließlich der dritte Verknüpfungspunkt in der Heinrichstraße vor dem Comma. Die Bahn erneuert hier gerade die Eisenbahnbrücke und baut einen Aufgang zum Bahnsteig, der vom Südbahnhof bis zur Heinrichstraße verlängert wird. Diese Arbeiten sollen im nächsten Jahr abgeschlossen sein. Bis Ende Mai dagegen kann die Haltestelle der Straßenbahnlinie 3 in unmittelbarer Nähe des Aufgangs in Betrieb genommen werden. Später wird der Platz vor dem Comma bis zum Eisenbahndamm erweitert.
Die Bahn baut zurzeit jedoch nicht nur in Gera, sondern zwischen Gera und Ronneburg soll es bis zur Bundesgartenschau moderne und zuverlässige Bahnanlagen geben. Ein spezieller Buga-Shuttle sei allerdings nicht genehmigt worden, bedauert der Konzernbeauftragte. Ab Herbst 2006 wird die Reisezeit zwischen Gera und Erfurt eine Stunde betragen. Weitere Pläne hat Gerold Brehm bis 2010 im Visier. Dazu gehört eine einstündige Reisezeit zwischen Gera und Chemnitz. Ob eine Elektrifizierung der Strecken durchgesetzt werden könne - auch wenn die Forderungen des Landes Thüringen in diese Richtung gingen - könne er nicht mit Bestimmtheit sagen. Was die Kundenströme anbelangt, sei in Gera die Welt zu Ende, gab er zu.



( Helga Schubert, 05.05.2006 )

zurück