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Geraer Unternehmen auf Erfolgskurs

Neues Gera sprach mit Bernd Jurke, Geschäftsführer der Firma Jurke-Großküchensysteme

Erklären Sie unseren Lesern doch mal, was man unter dem schwerfälligen Begriff "Groß-küchensysteme" versteht...
Ganz einfach: Das sind Gewerbeküchen im Unterschied zu Haushaltsküchen. Man findet diese nutzerfreundlichen und betriebswirtschaftlich effizienten "Systeme" in Kantinen von Industrieunternehmen, in Behörden, in Kasernen der Bundeswehr, in Hotels, in Krankenhäusern, in Mensen der Unis, na und auch in Gefängnissen - pardon: in Justizvollzugsanstalten. Also überall dort, wo eine große Anzahl Leute schnell und in hoher Qualität mit warmen und kalten Speisen versorgt werden muss.
Sie sind ungewöhnlich viel unterwegs. Sie reisen wohl gern?
Schön wär’s, aber es ist rein dienstlich, besser gesagt: geschäftlich zum Nutzen meiner Firma. Sie müssen wissen: Wir bieten innovative Komplettlösungen für Großküchen, Cafeterien und Theken aus einer Hand an, also vom Entwurf über Lieferung, Montage, Service und Schulung vor Ort bis hin zur gesamten Küchenlogistik.
Das klingt ja beinahe so, als ob Sie bundesweit gefragt sind?
Ohne Schmus: Das ist so. Wir agieren bundesweit, ja sogar europaweit. Gerade jetzt Anfang April haben wir in einem Hotel der Schweizer Gemeinde Rorschach (Bodensee) eine exklusive Hotelküche einschließlich vier großer Bar-Tresen übergeben.
Einen gewichtigen Auftrag konnten wir mit der Ausgestaltung der Großküche des Jenaer Uniklinikums an Land ziehen. Dort haben wir für vier Millionen Euro installiert: Spültechnik der Offenburger Firma Meiko, Kochgeräte der Landsberger Firma Rational (die sind mit 60 Prozent weltweit Marktführer) und der Schweizer Firma Elro, Essenwagen der Reutlinger Firma Rieber, eine Cafeteria der Ottendorfer Firma Nagema. Überdies lieferten wir auch das gesamte Porzellan, natürlich von Kahla. Denn das ist induktionsbeschichtet. Will heißen: Das Essen wird in Jena gekocht, dann runtergekühlt und schließlich auf der Station heiß gemacht und serviert. Übrigens: Das Jenaer Krankenhaus ist eines von 60, die wir bundesweit ausgestattet haben. Und das, glauben Sie mir, zur Zufriedenheit der Kunden.
Zu unseren Referenzobjekten, auf die wir stolz sind, zählen auch die Großküchen (mit Essenausgabe) in der Touristenattraktion Autostadt Wolfsburg, in der Gläsernen Manufaktur Dresden und im riesigen BMW-Komplex Leipzig. Es macht sich bezahlt, dass wir Geschäftskontakte zu rund 20 der führenden Hersteller für Küchentechnik unterhalten. Und die Kunden wissen besonders unseren eigenen Servicedienst zu schätzen.
Seit wann gibt es Ihr Unternehmen?
Meine Firma wurde 1991 in Gera gegründet. Wir feiern also dieses Jahr 15-jähriges. Das Datum fällt zufällig mit dem Endspieltermin der Fußball-WM zusammen. Doch keine Sorge: Gefeiert wird unser Jubiläum auch dann, wenn Deutschland nicht Weltmeister wird.
Erster Mitarbeiter vor 15 Jahren war ich selbst. Allmählich ging’s bergauf. Derzeit sind wir 21 Mitarbeiter plus zwei Lehrlinge. Die meisten in unserer Mannschaft sind hochqualifiziert. Auf der Personalliste stehen u.a. drei Ingenieure, eine Konstrukteurin, zwei Elektromeister und ein Küchenmeister. Wir haben Standorte in Gera, Leipzig, Dresden und Erfurt.
Wie gehen die Geschäfte?
Wir gehören in unserer Branche zu den bundesweit ersten Adressen. Klar: Die ersten Jahre waren mühsam, weil wir von Null starteten, kein finanzielles Hinterland hatten und zuerstein Netz von Kontakten aufbauen mussten. Von Jahr zu Jahr konnten wir seither den Umsatz steigern. Derzeit beträgt er rund acht Millionen Euro.Wir kooperieren erfolgreich mit einheimischen Firmen, z. B. der Geraer "joppnet", die Neues Gera neulich vorgestellt hat. Ehrensache, das wir uns auch als Sponsor betätigen. Beispiele sind die Geraer Musikschule "Heinrich Schütz" und der Fußballverein 1. FC 03, die eine tolle Arbeit für unsere Kinder leisten.
Was macht Ihnen als Firmenchef Kummer?
Vor allem die schlechte Zahlungsmoral einiger Kunden, darunter auch aus dem öffentlichen Bereich, und wenn Firmen Insolvenz anmelden müssen. So bescherte uns beispielsweise die Zahlungsunfähigkeit der Walther Bau AG einen nicht unerheblichen Verlust.
Einige Wort zu Ihrem Lebenslauf...
Ich bin Jahrgang 1965, gebürtiger Schwedter (Brandenburg), verheiratet, drei Kinder, studierter Diplom-Psychologe, seit 1981 Bürger Geras, war jahrelang als Ruderer sportlich aktiv, darunter dreifacher DDR-Meister.


( Das Gespräch führte Harald Baumann, 28.04.2006 )

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