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Im freien Fall meisterliche Figuren formieren

Es werden Meister vom Himmel fallen und weich landen; ab 29. Juli zu Training und Probe; vom 6. bis 10. August bei ihren Wettkämpfen. Am Flugplatz Gera-Leumnitz sind dann die Weltmeisterschaften im Fallschirmspringen zu erleben mit etwa 350 Teilnehmern aus 30 Nationen. Sie werden frei fallen in Vierer- und Achter-Formationen, bzw. surfen und fliegen in den Artistikdisziplinen Freefly, Freestyle und Skysurfen.
Seit 1975 kommen damit die weltbesten Springer erstmals wieder zu solchen Titelkämpfen nach Deutschland. Für Gera als Austragungsort sprachen u.a. gute Infrastruktur am Platz, die günstige Regelung flugrechtlicher Formalitäten jenseits von Großflughäfen, Stadtnähe und Engagement namhafter einheimischer Firmen, schätzt Matthias Maushake als Chef-Organisator ein.
Mit der Köstritzer Schwarzbierbrauerei und der Sparkasse Gera-Greiz fanden sich starke Partner als Sponsoren. Das Courtyard-Hotel wird Turnierquartiere geben. Der Teamsportshop Struppert sorgt für die Einkleidung der Offiziellen und Helfer. Im Jahr 2000 hatten die Ostthüringer bereits sehr gut eingeschätzte Deutsche Meisterschaften ausgetragen und können mit diesen Erfahrungen auftrumpfen.
Auch den Zuschauern sollen gute Beobachtungsmöglichkeiten eingeräumt werden; so z.B. ohne Eintritt oder Parkgebühren. Obwohl die Übungen in Höhen von 4000 Metern beginnen und rasend schnell ablaufen, werden Interessierte die Sprünge leicht nachvollziehen können. Auf Großbildschirme projiziert, erlebt man die Auswertung der Bilder, die ein immer zum Team gehörender Kameramann zwischen Himmel und Erde dreht. Auch die Vorbereitungen am Boden wie die Trockenübungen auf Rollbrettern werden Aufschluß über die Schwierigkeit und Spannung dieses Sports geben. So etwa 10000 Trainingssprünge absolvieren die Stars.
Die besten Athleten kommen üblicherweise aus den USA, Frankreich und Rußland. Zu den Verfolgern gehören wohl die Skandinavier wie die Deutschen, die am Rande der Weltklasse springen. Größere Hoffnungen tragen die Freeflyer, bei denen sich die beiden Sportler vor dem Objektiv der Helmkamera eines Begleiters im freien Fall um alle Achsen drehen, um zählbare Positionen und Figuren nachzuweisen. Mit der 8er-Nationalmannschaft trainiert auch André Reinke, der vier Jahre lang am Platze die Flugbewegungen des FSSC Gera 4000 . koordinierte. Er hofft auf WM-Bronze, dass sich möglicherweise im Vergleich mit den Italienern entscheiden könnte, verrät FSSC-Vorsitzender Thomas Schneider etwas von Ambitionen der Gastgeber. Die Absetzflugzeuge vom Typ Twin Otter steigen dafür zu je acht Runden plus Finals auf. Damit werden ca. 3500 Sprünge gewertet. Natürlich muß das Wetter mitspielen. Aber in jedem Falle sind die "Fallis" Partytypen, die ihre Treffen zu feiern wissen. Eine Eröffnungszeremonie wird zum 5. August um 19 Uhr vorbereitet. Die Wettbewerbe beginnen morgens 8 Uhr. Man setzt dabei gern auf Geras luftsportbegeistertes Publikum.

( Thomas Triemner, 17.03.2006 )

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