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GVB befördert auch schwere Güter in Industriegebiet

Die Geraer Verkehrsbetrieb befördert nicht nur Personen, sondern ist seit kurzem auch für den Transport von Gütern zuständig. Das städtische Unternehmen ist Betriebsführer der Anschlussbahn vom Geraer Hauptbahnhof bis zum Langenberger Industriegebiet. Auf der 5,5, Kilometer langen Strecke werden schwere Eisen- und Betonteile sowie andere Materialien zu den Firmen Oiltanking, Max Bögl und zur Loh-Gruppe transportiert. Bisher war die Anschlussbahn in privater Hand von Oiltanking betrieben worden, doch im Herbst des vergangenen Jahres ausgereichte Fördergelder, waren an eine öffentliche Hand gebunden. "Da es in der Stadtverwaltung nicht möglich ist, die Anschlussbahn zu betreiben, haben wir die Betriebsführung an das öffentliche Verkehrsunternehmen weitergereicht", erläutert Baudezernent Ramon Miller den Geschäftsvorgang.
GVB-Chef Dr. Norbert Vornehm sieht sich dabei in guter Tradition. "Unsere Straßenbahn hat in Gera 1892 eigentlich mit Güterverkehr angefangen", wusste er. Bis 1963 habe der Betrieb mit seinen Bahnen noch Kohle und andere schwere Güter im Stadtgebiet transportiert. Anfang der achtziger Jahre pendelten Bahnen zwischen den WEMA-Betrieben in Heinrichsgrün und Zoitzbergstraße, erinnerte Dr. Vornehm. Die Kooperation mit der Stadt, der Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen und den Partnern im Industriebgebiet bewertet Dr. Vornehm als sehr positiv. Der Schwerlasttransport auf der Schiene sei nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus ökologischen Gründen zu begrüßen, versicherte er.
Oiltanking, der bisherige Betreiber der Anschlussbahn, nutzte die Schienen vom ehemaligen Güterbahnhof in das Langenberger Industriegebiet. Betriebsleiter Johannes Mörlein hatte jedoch Sorge, den Betrieb einstellen zu müssen. "Die Schienen aus den 50-er und 70-er Jahren waren trotz bester Wartung vom Zahn der Zeit angenagt", erzählte er, "die Schwellen alkaligeschädigt, und drei Gleise der Wagenübergabestelle so marode, dass sie gesperrt werden mussten".
Immerhin befördert Oiltanking 250.000 Tonnen Güter im Jahr über den Schienenanschluss. Auch die Firma Bögl rechnet mit ´mehreren tausend Tonnen. Nun kann die Strecke neu gebaut werden. 2,4 Millionen Euro werden investiert, wovon 90 Prozent aus Fördertöpfen des Landes stammen, zehn Prozent steuert die Stadt bei. Jürgen Kepke von der Wirtschaftsfördergesellschaft, der mit der Projektsteuerung beauftragt wurde, bestätigt, dass sich die Standortvoraussetzungen für Investoren im Industriegebiet Langenberg verbessert haben.

( 20.01.2006 )

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