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Fächerförmig Seilkonstruktion trägt Fußgängerbrücke

Der Bau der Stadtbahnlinie 1 macht’s möglich: In Gera-Untermhaus entsteht eine Fußgängerbrücke über die Elster. Für den Geschäftsführer der Geraer Verkehrsbetriebe (GVB), Dr. Norbert Vornehm ist die Lösung nur eine Übergangslösung. Denn eigentlich sollte die Elster in Richtung Conradstraße von einer Straßenbrücke überquert werden, doch Bürgerproteste machten diesen Plan zunichte. Trotzdem werde man mit dem neuen Bauwerk ein weiteres Tüpfelchen in den Stadtteil Untermhaus bringen. Vordergründig sollen natürlich potentielle Fahrgäste die Möglichkeit erhalten, schnell zur Straßenbahnhaltstelle kommen, räumt Dr. Vornehm ein.
Die Fußgängerbrücke, die von einem Thüringer Ingenieurbüro errichtet wird, verbindet die künftige Haltestelle Untermhaus in der Leibnizstraße mit der Siedlung Schafwiesen und dem umliegenden Stadtgebiet. Sie überspannt von der Leibnizstraße aus das alte Mühlgrabengelände, das Überschwemmungsgebiet und die Elster und trifft auf der gegenüberliegenden Seite auf die Straße Am Kupferhammer in der Verlängerung Conradstraße. Ein Wehrmuttropfen für Dr. Vornehm: Busse müssen weiter über die Cubabrücke zum Naumannplatz fahren. Hier müssen die Fahrgäste in die Straßenbahn umsteigen. Wenden können die Busse dann erst an der Schleife Leibnizstraße.
Mehrfach hat der GVB in der Vergangenheit bewiesen, dass er beim Bau der Stadtbahnlinie nicht nur seine Schienen in die Straße setzt, sondern das gesamte Umfeld mit bedenkt, sich um Hochwasserschutz kümmert, für mehr Grün und Naturschutz sorgt, den unterirdischen Bereich erneuert und die gesamte Stadtentwicklung vorantreibt. Der Brückebau sei nicht geplant gewesen, gibt Dr. Vornehm zu, aber die Kosten von rund 1,3 Millionen Euro wurden in den Gesamtkostenplan der Stadtbahnlinie eingepasst. "Ohne das GVB-Stadtbahnprogramm wäre die Verkehrslösung für die Stadt nicht bezahlbar gewesen", ist sich der GVB-Chef sicher.
Die Brücke wird eine beachtliche Länge von 130 Meter haben und wird von einer fächerförmig angeordneten Seilkonstruktion, die an den zwei 30 Meter hohen Stahl-Pylonen befestigt sind, getragen. "Wie ein filigranes Bauwerk wird sie sich mit ihren gelben Pylonen gen Himmel recken", schwärmt Dr. Vornehm. Von der Conradstraße aus gesehen, gelangen die Passanten über eine Treppe, wie auch über eine extra für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen gebaute Rampe, auf die Brücke. Auf der anderen Seite, in der Leibnizstraße, (hier hört der Fußweg aus Richtung Autohaus Walther auf) baut der GVB einen neuen mit Bäumen flankierten Fußweg bis zur Brücke.

( Helga Schubert, 21.10.2005 )

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