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GermanFest in Fort Wayne

In Geras Schwesterstadt Fort Wayne fand Anfang Juni das "GermanFest It’s Wunderbar" unter dem Motto "Essen, Trinken und Gemütlichkeit! Eating, Drinking and a Wonderful Time!" statt. Dieses Fest wird unterstützt und ausgerichtet vom Fort Wayne Sport Club, den Fort Wayne Turners, dem Fort Wayne Männerchor & Damenchor und der German Heritage Society.
Die Fort Wayne Turners trainieren im Sinne von "Sound Mind - Sound Body". Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheit zu unterstützen, die physische Konstitution zu stärken, sowie die kulturelle Entwicklung voranzubringen. Die Fort Wayne Turners wurden im März 1865 ins Leben gerufen, haben heute 700 Mitglieder. Es gibt Gymnastikklassen für Kinder. Man organisiert Basketball, Softball, Volleyball, Bowling und Hockey für die Mitglieder. Die Turners unterstützen auch andere Aktivitäten wie das Three Rivers Festival (in Fort Wayne vereinigen sich der Maumee River und der St. Joseph River zum St. Mary’s River) , das Germanfest und das Johnny Appleseed Festival.
Der Fort Wayne Sport Club wurde 1927 gegründet, was sich auch in seinem Emblem wiederspiegelt. Dieser Club spielte eine große Rolle als Fußball im Land populär wurde. Heute spielen über 800 Fußballspieler im Alter zwischen vier und 18 Jahren in einem besonders gefördertem Programm. In den frühen 90ern wurde das Men’s 30 and over Programm eingeführt. Diese Spieler agieren in der Städte-Amateurliga meist gegen halb so alte Gegner sehr erfolgreich. Das Spitzenteam des Clubs ist zusammengesetzt aus vielen Collegespielern und Ehemaligen im Alter von 16 bis 35 Jahren und ist dabei das Team in Indiana in dieser Gegend zu werden.
Seit 30 Jahren trainiert der Club Juniorteams mit dem Ziel Loyalität, Fairplay und Liebe zu diesem Spiel zu entwickeln und die Spieler auf ein höheres Level zu bringen. Natürlich gibt es auch für die alten Herren, old timers, die Möglichkeit, sich im Spiel einzubringen.
Der Fort Wayner Männer-chor/Damenchor wurde am 4.Oktober 1869 von deutschen Auswanderern gegründet unter dem Namen Fort Wayner Sängerbund. 1899 schlossen sich verschiedene Chöre wie Sängerbund, Eintracht, Concordia, Teutonia, Germania, Frohsinn, Liedertafel und der Männergesangsverein unter dem Namen Concordia Gesangsverein zusammen.
Über mehrere Umbenennungen entstand schließlich 1997 der Fort Wayner Männerchor & Damenchor. Seit Mai 2001 hat dieser Chor zusammen mit der German Heritage Society sein Domizil in Park Edelweiss. Ein großer Saal bietet Platz für Proben, Konzerte, Treffen, Picknicks und andere Aktivitäten. Eine Clubgaststätte bietet Raum für die Vereinstätigkeit.
Der Chor eröffnete das Germanfest mit einem Heimatabend in einem mit den Flaggen aller deutschen Bundesländer geschmückten Festsaal von Park Edelweiss und brachte u.a. "Die Lorelei", "Lichtensteiner Polka" zur Aufführung.
Der Chor unterstützt viele Aktivitäten wie Oktoberfest, Weihnachtskonzert in der St. Peter’s Catholic Church, Fasching, Schlachtfest, Stiftungsfest und schließlich Germanfest.
Der jüngste der vier deutschen Clubs von Fort Wayne ist die German Heritage Society, die 1986 gegründet wurde mit dem Ziel, deutsche Tradition und Kultur zu unterstützen. Diese Gesellschaft sponsert viele kulturelle Events, Studienreisen nach Deutschland und Schüleraustausch und arbeitet mit der Schwesterstadt Gera zusammen: "The German Heritage Society goal is to keep the German traditions alive in, This most German City’". In diesem Sinne wurde im Fort Wayne Community Center eine Photoausstellung eröffnet, die Photos von Fort Wayne und Gera vereint, um das Leben beider Schwesterstädte vergleichbar an-schaulich zu machen. Die Ausstellung wurde vom Fort Wayne Photo Club und Dr. H. Christel (Gera), der aus diesem Anlaß auf Einladung des Clubs dort weilte, gestaltet. Zur feierlichen Eröffnung sprachen Mark Critchfield, Präsident des Germanfest, und ein Vertreter der German Heritage Society.
Die eigentliche Eröffnung fand statt im neuerbauten stationären Festzelt in Headwaters Park, einem von über 15 großen Parks in Fort Wayne. Das riesige Zelt wurde mit 5000.000 $ von der Lincoln Financial Group Foundation gefördert, 3000.000$ kamen von privaten Donatoren und 50.000 $ gaben die Mitglieder des Stadtrates, eine noble Geste. Schaute man sich genauer um, kam man sich wie auf dem Oktoberfest vor, blau-weiße Tischtücher, Bratwurst und Sauerkraut, Brezeln, Bitburger und Köstritzer, Steins (Bierkrüge) und German Roasted Almonds (gebrannte Mandeln). Für Jugendliche wurde die Freude nur dahingehend getrübt, dass das Biertrinken erst ab 21 Jahren erlaubt war, worüber der Sherrif eifrig wachte.
Der Bürgermeister Graham Richard, der Präsident des Germanfest Mark Critchfield, das Maskottchen "Fritz2, Baudezernent Ramon Miller für die Stadt Gera und andere Honoratioren eröffneten offiziell dieses Fest nach dem Absingen beider Nationalhymnen, der amerikanischen und der deutschen, durch den Anstich von einem Faß Köstritzer. Danach spielte die Kapelle mit zünftiger Volksmusik auf, wobei auch die Polonäse und der Ententanz (chicken dance) nicht fehlen durften. Viele ältere Herrschaften hatten ihre Trachten, Dirndl und Lederhosen angelegt und gaben dem Fest ein echt bayrisches Kolorit. Höhepunkte waren u.a. Kuhglockenläuten, der Lederhosencontest, Balloon Stomp oder der Wettbewerb im Steinkrughalten. Es spielten z. B. Die Freudemacher aus Fort Wayne, das Al Novak Edelweiss Orchestra aus Cleveland (Ohio), The Saxons aus Ontario (Canada) und Sterne der Heimat aus Milwaukee (Wisconsin).
Der Präsident des Germanfestes Mark Critchfield sagte: "Das Germanfest ist wichtig, dass die Menschen die Städte verstehen können, die durch deutsche Auswanderer gegründet wurden. It’s a celebration of your own homeland".




( Dr. H. Christel, 24.06.2005 )

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