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Kein Filmkuß, aber aufregend und romantisch

Man kann eine sehr liebevolle Geschichte auch ohne Knutschen filmen. Das beweist der 60-minütige Streifen "Eric und Maria", den der Filmclub Pforten e.V. am 30. April im UCI 14 Uhr zur Premiere bringen wird. Der Regisseur Michael Werner setzt mit der Geschichte um den phantasievollen Traum zu einem besonderen Ferienausflug nach Burg Posterstein seine Reihe von Arbeiten mit vor allem jungen Darstellern fort. So bereiteten sich die meisten der Akteure mit viel Spaß, aber auch Aufwand im Hort der Geraer Neulandschule auf ihre Rollen vor. Spannend fanden alle, das nahe ehemalige Wohnschloß auf andere Weise, samt seiner Geheimnisse kennen zu lernen oder die verschiedenen Filmtricks beim Dreh und nach dem Schnitt zu verstehen.

Allerdings: Bisher haben ja alle nur den Anfang der Geschichte vorab gesehen und leben selbst noch mit dem ganzen Premierenfieber. Eric Schimmel alias Eric, dessen Gedanken den Faden der Handlung ergeben, fürchtet sogar etwas die Kritik seiner Fußballerfreunde von den Gera Dynamos. Am Aufregendsten war für ihn, als er ganz nahe am Weg versteckt liegend, die Pferde seiner Verfolger im Galopp an sich vorbei rauschen sah. Der Film-Maria Michelle Borm fiel das Lernen der Texte recht leicht; vor allem mit Muttis Hilfe abends im Bett. Sie erinnert sich noch, daß die niedliche Katze ihr im Verließ das Kleid zerfetzte, aber auch wie lustig die Drehpausen waren.
Allerdings mußten für beide dann die Traumhochzeit vor‘m Altar der ausgeschnitzten Postersteiner Kirche umgeschrieben werden. Denn beide kniffen vor dem Filmkuß. Es ging auch anders ... Die Haupthandlung wurde auf und um Burg Posterstein gedreht. Außerdem waren einige Mitwirkende u.a. in den Kulissen des Bauernmuseums Nitschareuth und der Geraer Höhler vor der Kamera. "Johanna" (Lisa Rab) hatte zuvor schon in der Schule "Romeo und Julia" nachgespielt.
Aber sie hatte nicht erwartet, wie aufwendig im Details dann das Filmen ist. Es waren lange Tage mit frühem Aufstehen in den Ferien, zumal sie nebenher noch bei den Tonaufnahmen half. Chris Barth, der als der Ritter Kunibert den Bösewicht darstellte, fand’s lustig zu schauspielern.
Aber er betont auch, diese Rolle wirklich nur gespielt zu haben, denn so aggressiv sei er sonst nicht. Die angehende Ergotherapeutin für hyperaktive Kinder Sabrina Rosenberg machte gleich nebenher so ihre Berufserfahrungen als die "Reisebegleiterin", als "Zigeunerin Susanna" und zwischendrin als vielbeschäftigte Betreuerin der ganzen Crew. Der Rollenwechsel gefiel ihr, auch wenn das oft ‘rein und gleich wieder ‘raus aus den Klamotten bedeutete. Sie gehört zu dem Dutzend aktiver Mitglieder des Filmclubs von Gera-Pforten, der mit dem Projekt auch sein 10-jähriges Jubiläum begeht. Die letzte Klappe fiel zwar bereits im Sommer 2004. Aber der Eisenbahner Michael Werner hatte dann noch einmal 690 Stunden Schnittaufwand zu bewältigen. "Das hätte ich nicht ohne Hilfe und Entgegenkommen des Offenen Kanals Gera geschafft.", sagt er.
Dazu entstanden noch Dokumentation und Reportage, mit denen sich der Filmclub beim KinderFilm&Fernsehfestival Goldener Spatz um den erstmals ausgelobten SPiXEL-Award beworben hat. Wenn alles nach Plan läuft, sollen Einladungen aus den vielen Anmeldungen bei nationalen und internationalen Festival sollen jetzt der Lohn für die Mühen sein. Und natürlich der Beifall des Publikums im Kino ...

( Thomas Triemner, 22.04.2005 )

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