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Besuch der Bildungsmesse lohnt sich ganz bestimmt

Gut beraten ist, wer sich den kommenden Mittwoch (19. Januar) im Kalender vormerkt. Da lohnt es sich, die Schritte ins Kultur- und Kongresszentrum zu lenken. Es lohnt sich erneut, obwohl die interessante Bildungsmesse "BERUFE AKTUELL" nun schon zum 16. Mal über die Bühne geht. Sie hat also eine beachtliche Tradition und ist dennoch aktuell und wichtiger denn je - auch 15 Jahre nach der Wende.
Unter dem Leitspruch "Durch Ausbildung Horizonte erweitern" werden 104 Aussteller etwa 340 Ausbildungsberufe vorstellen, davon 120 hautnah zum Anfassen. Zugleich können die Besucher rund 1.000 Studienmöglichkeiten auf dieser größten Messe Ostthüringens kennenlernen. Neben Schulabgängern, die eine Lehrstelle suchen und Absolventen, die an einer Hoch- oder Fachschule studieren wollen, sollen auch alle Besucher angesprochen werden, die an einer Weiterbildung interessiert sind.
Organisation und Gestaltung der Messe liegen auf bewährte Weise in den Händen der Ostthüringer Industrie- und Handelskammer (IHK), der Handwerkskammer (HWK), der Agentur für Arbeit und der Stadt Gera. Oberbürgermeister Ralf Rauch gibt sich erneut die Ehre als Schirmherr. Während andere Messeveranstaltungen in Gera leider Besucherschwund verkraften müssen, rechnet das Bildungsevent wiederum mit 8.000 Interessenten und mehr. Sind doch beispielsweise alle Schulen angesprochen worden.
Wie die IHK-Geschäftsführerin Ingrid Weidhaas, HWK-Abteilungsleiter Manfred Hetterle und Pressesprecher Stefan Scholz von der Arbeitsagentur erläuterten, werden in diesem Jahr 10.500 junge Leute in Ostthüringen eine Lehrstelle suchen; ein Teil davon sind Wiederbewerber. Das ist bei einer Arbeitslosenquote um die 20 Prozent zum Beispiel in Gera keine leichte Aufgabe. Noch immer und immer wieder gibt es unter den Jugendlichen falsche Vorstellungen vom Lehrstellenangebot, den Inhalten der Berufsaus- und weiterbildung sowie den gestiegenen Anforderungen an Lehre oder Studium. Der alleinige Drang nach zehn bis 15 Hit-Berufen bringt keine Lösung und ist nicht im Sinne des volkswirtschaftlichen Bedarfs.
Was den ideellen Trägern der Bildungsmesse ebenso Kummer macht, sind die immer noch etwa sechs Prozent der Jugendlichen, die eine begonnene Lehre von sich aus wieder abbrechen oder denen von Seiten des Arbeitgebers wegen ungenügender Leistungen gekündigt werden muss. Bedauerlich ebenso, dass etwa zehn Prozent der jungen Leute keinerlei Interesse an beruflichenr Ausbildung haben.
Insgesamt müssen verstärkt Elternhaus und Lehrerschaft wirksam werden. Deshalb gibt die Messe den Lehrern die einzigartige Chance, sich an einem Ort und einem ganzen Tag kompetent und kostenlos über das aktuelle Lehrstellen- und Bildungsangebot kundig zu machen. Um Vati und Mutti die gleiche Gelegenheit zu geben, ist die Veranstaltung extra bis 19 Uhr geöffnet.
Die Bildungsmesse hat dazu beigetragen, dass 2004 im IHK-Bereich 3.511 Ausbildungsverträge (davon 2.788 betriebliche) zu Buche stehen und 270 Unternehmen erstmals ausbilden. Im HWK-Bereich gibt es derzeit 4.639 Lehrlinge (neu: 1.517 Verträge). Das entspricht einer Ausbildungsquote von 10,8 Prozent. 121 Handwerksbetriebe bilden erstmals aus.

( Harald Baumann, 14.01.2005 )

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