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Stadtbahnbau: die Hälfte ist geschafft

Frohe Kunde zu Jahresbeginn für alle Geraer, die Straßenbahn fahren oder zumindest ein Herz für dieses moderne zukunftsträchtige Verkehrsmittel haben: Beim größten städtischen Verkehrsprojekt, dem Bau der Stadtbahnlinie 1 ist die Hälfte schon geschafft. Damit hat sich zugleich knapp zweieinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich das Stadtbild im Umfeld an vielen Stellen sichtbar zum Guten gewandelt.
Wie der Geschäftsführer des Geraer Verkehrsbetriebes Dr. Norbert Vornehm und der Projektleiter Norbert Reinholdt voller Stolz vor der Presse erläuterten, liege man bei der Errichtung der sechs Kilometer langen Neubaustrecke zeitlich wie finanziell gut im Plan, obwohl verkehrstechnisch gerade in der Innenstadt diffizile Abschnitte gemeistert werden mussten. Insgesamt sind bisher etwa ein Drittel der Gleise und der Löwenanteil der besonders aufwändigen Bauwerke (allein zehn Brücken!) fertiggestellt.
Bei anderen Streckenabschnitten (siehe nebenstehende Grafik) sind die Arbeiten zügig im Gange oder aber sie beginnen noch in diesem Frühjahr. Der Verkehrsbetrieb hat den Geraern versprochen, dass spätestens Herbst 2006, also noch rechtzeitig vor der BUGA 2007, die neue Linie 1 im Zehn-Minuten-Takt zwischen Zwötzen und Untermhaus verkehren wird.
Auf Teilabschnitten will man dann sogar Tempo 70 fahren - möglich nicht zuletzt durch ein gesondertes oder lärmgedämpftes Gleisbett. Bis zum Starttermin sollen auch sechs hochmoderne Straßenbahnen angeschafft werden. Ausschreibungen laufen. Auf Anfrage von Neues Gera zum bisher erzielten Baufortschritt wurde mitgeteilt, dass zwei Drittel der Bauleistungen für das Projekt an Unternehmen der Region gegangen sind.
Dass nicht alle Blütenträume reifen, wird beim geplanten "Kundenzentrum" am Puschkinplatz deutlich. Dieser kleine städtebauliche Tupfer als Vorhaben der Stadtwerke, zu denen der GVB gehört, steht noch in den Sternen. Es scheitert (vorerst) am lieben Geld. Jetzt ist man auf der Suche nach privaten Geldgebern.
Bei einem Projekt dieser Größenordnung, wie es die Stadtbahnlinie darstellt, bleiben selbstredend Probleme nicht aus. Wie es aussieht, hat sich der GVB beispielsweise um einen Konsens bemüht zwischen den Bauausführenden und den Bürgern, Anliegern und Gewerbetreibenden. Viele Geschäftsinhaber mussten Umsatzverluste hinnehmen. Deshalb ist versucht worden, beim Bau abschnittsweise vorzugehen (Beispiel: Leibnizstraße und Reichsstraße), um die Belastungen zu minimieren. Zugleich wurde auf kurze Bauzeiten geachtet. Man habe immer wieder das Gespräch mit den Bürgern gesucht.
Im April beginnen die vorbereitenden Arbeiten in der Untermhäuser Gutenbergstraße und zeitgleich in der Zwötzener Straße der Völkerfreundschaft. Im April ist auch Start für den Trassenbau zwischen Wintergarten und Pforten. Von der Tollerstraße bis zum Wintergarten räumen die Bauarbeiter bis zum Sommer überall das Feld.
Fortgesetzt werden die Arbeiten in der Bahnhofstraße und am Bahnhofsvorplatz. Am Bahnhof sind schon zwei Drittel der Eisenbahnquerung für die Linie 1 im Rohbau fertig. Am Platz vorm Bahnhof verlegen Bauarbeiter derzeit die unterirdischen Leitungen. Danach beginnt die Umgestaltung des Platzes - ein gemeinsames Projekt von GVB, Regionalverkehr und Stadt.
Die geplanten Kosten für das Großvorhaben Stadtbahnlinie belaufen sich auf etwa 57 Millionen Euro; 42 Millionen Euro sind davon vergeben. Bisher wurden 29 Millionen Euro verbaut. Stolz ist der GVB darauf, dass er unter dem Kostenvoranschlag bleibt. Der Aufwand wird zu 85 Prozent durch Fördermittel (60 Bund, 25 Land) und zu 15 Prozent durch Eigenmittel bestritten.

( Harald Baumann, 14.01.2005 )

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