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Arbeitsmarkt hinterläßt nach wie vor tiefe Spuren

Die schwache Konjunktur hat auch im gesamten Jahr 2004 nicht zu einer Belebung auf dem Arbeitsmarkt geführt, sondern hinterlässt nach wie vor tiefe Spuren. Die von den Wirtschaftsinstituten vorhergesagten Prognosen für einen leichten Aufschwung blieben in der Region aus. Über ein Drittel der kleineren und mittelständischen Unternehmen in Ostthüringen klagt über eine schlechte Auftragslage. Gründe dafür sind fehlende öffentliche Aufträge sowie die allgemeine Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte. Die Zahl der Erwerbstätigen ging im vergangenen Jahr um rund zwei Prozent zurück. Eine Stabilisierung oder gar Trendwende war nicht eingetreten.
Die durchschnittliche Arbeitslosenzahl lag mit 24.740 insgesamt 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. 2003 waren im Jahresdurchschnitt 24.870 Menschen arbeitslos gewesen.
Damit lag die durchschnittliche Arbeitslosenquote, bezogen auf alle Erwerbspersonen, bei 17,2 Prozent. Im Vorjahr lag diese Quote bei 16,9 Prozent.
Der 2. Arbeitsmarkt hat auf Grund geänderter Fördervoraussetzungen weiter an Umfang eingebüßt. Weniger Menschen konnte eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme angeboten werden.
Ein besonderes Problem stellte die deutlich zurück gehende Einstellungsbereitschaft der Unternehmen dar. Bei der Meldung von freien Arbeitsplätzen und den daraus resultierenden Vermittlungen durch die Agenturen für Arbeit gab es auch 2004 empfindliche Verluste gegenüber den Vorjahren.
Im Jahr 2004 mussten sich 3.730 Menschen mehr arbeitslos melden wie im Vorjahr.
45.530 Frauen und Männer wurden im Verlauf des Jahres 2004 arbeitslos. Besonders auffallend ist, dass 600 Personen oder 23 Prozent mehr aus unmittelbarer Selbständigkeit kamen.
1.350 Personen oder 132 Prozent mehr als im Vorjahr meldeten sich nach Abschluss einer betrieblichen Ausbildung arbeitslos, weil sie in ihrem Betrieb nicht übernommen wurden.
Im Durchschnitt des Jahres 2004 waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Gera 24.740 Menschen arbeitslos gemeldet. Nachdem die Zahl der Arbeitslosen seit 2002 ständig angestiegen war, lag sie 2004 erstmals wieder unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang lag gegenüber dem Vorjahr bei 130 Arbeitslosen oder bei 0,5 Prozent. Bei den Frauen wurden 150 Arbeitslose weniger, bei den Männern 30 weniger als 2003 gezählt.
Die Bereiche, aus denen sich die meisten Arbeitnehmer arbeitslos meldeten, waren die Dienstleistungsbranche, das Baugewerbe und öffentliche Verwaltungen.

( 07.01.2005 )

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