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Wer mutig Neues wagt, kann belohnt werden

Gera konnte sich soeben mit einer bedeutsamen Veranstaltung schmücken: Im würdigen Ambiente des Theater-Konzertsaales wurden erstmals die Sieger im Busi-nessplan-Wettbewerb und ebenso erstmals die Gewinner des Carl Zeiss Preises (Bereich Optische Technologien) gekürt. An dem von der Thüringer Existenzgünder
Initiative GET UP ausgerichteten 7. Wettstreit für mutige technologieorientierte Gründerideen bewarben sich 40 Unternehmen und beim Zeiss-Preis bundesweit 12. Jeweils drei Preisträger in den Kategeorien Produkt und Dienstleistung durften sich Siegeslorbeer umhängen. Den Zeiss-Preis heimsten drei Firmen ein. Außerdem wurden mehrere Sonderpreise vergeben.
Bei Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz, Prof. Werner Bornkessel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung (STIFT), zu der Thüringens GET UP Initiative gehört, Dr. Franz-Ferdinand von Falkenhausen, Geschäftsführer der Carl Zeiss Jena GmbH, und bei weiteren Gästen herrschte eitel Freude darüber, dass der seit 1998 laufende Wettbewerb für neuartige Geschäftskonzepte bisher zu 329 Neugründungen von Unternehmen führte und 900 Arbeitsplätze brachte.
Genugtuung auch darüber, dass just ein Brief des Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement nach Thüringen flatterte, in dem er die erstmalige Teilnahme des Technologiekonzerns Zeiss am Wettbewerb um den besten Business-Plan als bundesweit beispielgebend würdigte. Reinholz verwies darauf, dass das Land das Wetteifern um tragfähige Geschäftsideen nach Kräften unterstütze, natürlich auch mit Millionenbeträgen. Thüringen sei kein Billiglohnland, sondern habe getreu dem Motto "Denkfabrik" eine klare Orientierung auf High-tech und Innovation.
Entgegen dem Bundestrend wurde in Thüringen die bisher höchste Zahl an Einreichungen gezählt. Die Ausfallquote von Existenzgründungen liege bei 13 Prozent, bundesweit aber bei 20 Prozent und darüber. Da dennoch einige Neueinsteiger wieder das Handtuch werfen, wollte Neues Gera von Minister Reinholz die Ursachen erfahren. Einer der Hauptgründe sei das oftmals fehlende Risikokapital, meinte er. Deshalb trage sich das Land mit der Idee, künftig einen Technologiefonds aufzulegen.
Der erste Preis (5000 Euro) im Bereich Dienstleistung ging an den Stadtrodaer Joern Bock. Sein Projekt BYTEVENTURE verbindet Schulung im Technologiebereich mit Erholung in Südafrika. Erstplatziert in der Kategorie Produkte (ebenfalls 5000 Euro) wurden Stefan und Ulrike Hagge aus Jena. HAGGE TURBO bietet neuartige Kompressoren und Pumpen an. Zwei Einreichungen aus Ilmenau kamen auf den mit je 2000 Euro dotierten 3. Platz. Den 1. Preis von Zeiss erhielt die Hannoveraner Micreon GbR für ein weltweit einzigartiges Laserverfahren.
Ob Sieger oder nicht - gewonnen hat letztlich jeder Teilnehmer. Denn alle erhalten Ratschläge für die Optimierung ihrer Vorhaben. In Gera hilft u.a. das TGZ in der Keplerstraße bei der Erarbeitung eines Businessplanes.
Der nächste Wettbewerb ist beschlossene Sache. Die Siegerehrung im Konzertsaal war begleitet von einer Aufführung des Jugendtheaters Gera. Das Stück nannte sich sinnigerweise "Get up - stand up". Also, all ihr mutigen Unternehmer: Steht auf, wenn ihr Thüringer seid und macht mit!

( Harald Baumann, 24.12.2004 )

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