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Galerie in traditionsreicher Späthe-Passage neu zu entdecken

Bei einem Bummel durch Geras Innenstadt gibt es seit einigen Wochen eine kleine aber feine Galerie neu zu entdecken. In der Großen Kirchstraße, am Eingang zur traditionsreichen Späthe-Passage lädt Inhaberin Katrin Hasenbein in ihren Kunst-Laden ein und erinnert damit an die Zeiten, als die Späthe-Passage noch eine Kunstpassage war.
Die junge, charismatische Frau freut sich über die große Resonanz beim Publikum. "Die Entscheidung, vom alten Standort auf dem Markt hier her zu wechseln, war genau richtig." Die Stammkunden sind treu geblieben und bewundern ihren Mut, sich nicht von fehlender Laufkundschaft in der guten Stube Geras entmutigen zu lassen, sondern einen Neuanfang zu wagen.
Katrin Hasenbein freut sich aber besonders über die neuen Kunden, die jetzt neugierig durch ihre schönen großen Schaufenster gucken. Erstaunt kommentiert sie das Interesse: "Auf einmal kaufen mir die Geraer schier die Fenster leer."
Vor sieben Jahren aus Neuruppin nach Gera gekommen, arbeitete sie zunächst in einer anderen Geraer Kunsthandlung. Hier reifte der Wunsch, sich selbst daran zu versuchen und eine eigene Galerie zu eröffnen.
Früh entstand ihre Liebe zu Malerei und künstlerischem Handwerk: "Seit meinem 14. Lebensjahr male ich selber und habe mich für Kunst interessiert. Eigentlich wollte ich Tänzerin werden und habe lange und hart dafür gearbeitet. Jedoch fand ich meine Erfüllung dann doch in der Kunst." Auch heute noch nimmt sie Mal- und Zeichenunterricht bei dem bekannten Geraer Künstler Eberhard Dietzsch, darauf ist sie besonders stolz. Die eigenen Arbeiten - Ölbilder und Aquarelle - verkauft sie auch in der eigenen Galerie.
Natürlich hängen an den Wänden des gemütlichen Ladens auch Arbeiten ihres Lehrers. Daneben sind zahlreiche Bilder anderer Künstler vertreten, so zum Beispiel Radierungen Geraer Stadtansichten von Werner Hering, Fotos von Hans Schlüter, Bleistiftzeichnungen von Detlef Schüler aus Neuruppin, Landschaftsaquarelle und Aquarelle auf handgeschöpftem Büttenpapier mit eingearbeiteten Seidenstücken von Johanna Kerwitz.
Sie bemühe sich stetig um ein abwechslungsreiches Sortiment und versucht vor allem auch Künstler aus der Region für sich zu gewinnen. Durch Stöbern auf Fachmessen und Märkten, aber vorrangig durch persönliche Kontakte entdecke sie die Stücke für ihre Galerie. Auch die Verwandten und Bekannten in Neuruppin helfen fleißig mit, Kontakte mit Malern und Kunsthandwerkern zu knüpfen.
Für die Vielfalt ihres Angebotes spricht der Kundenzulauf. "Beliebt sind dekorative Kunstgegenstände aus Porzellan, Keramikarbeiten und Töpferwaren, aber auch handgefertigter Schmuck und Holzarbeiten." Nicht zu unterschlagen seien die kunstvoll filigranen Glasarbeiten von Winfried Wunderlich aus Gera und Wolfgang Funk aus Weida.
Im nächsten Jahr möchte die Galerie gemeinsam mit anderen Geraer Läden durch zwei besondere Veranstaltungen auf sich aufmerksam machen. Im Februar soll eine Käse-Verkostung mit Kuhkäse aus Schönhagen, in Zusammenarbeit mit dem Proregional-Laden gegenüber vom Elster Forum stattfinden.
"Auch eine Whisky-Verkostung ist geplant, gemeinsam mit mit dem Whisky-Laden in der Späthe-Passage.", verrät Katrin Hasenbein. In Sachen Kunst soll es erneut eine Foto-Ausstellung mit Hans Schlüter geben, dessen aktueller Kalender "Andere Ansichten", der Gera von einer erotischen Seite zeigt, ebenfalls in der Galerie zu haben ist.
Im neuen Jahr hofft die Galeristin auf die anhaltende Neugier der Geraer."Ich setzte aber auch auf die Künstler der Region, die die Möglichkeit noch nicht ergriffen haben, ihre Werke in meiner Galerie zu präsentieren.

( Christine Schimmel, 24.12.2004 )

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