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GVB pflanzt 125 neue Bäume am Pfortener Gut

Die umfangreichen Arbeiten des Geraer Verkehrsbetriebs am ehemaligen Pfortener Gut gehen für dieses Jahr aus Witterungsgründen ihrem Ende zu. Hier entsteht unter der Regie Verkehrsbetriebs (GVB) ein rund 70.00 qm2 großer Landschaftspark - willkommener Nebeneffekt von amtlichen Auflagen zum ökologischer Ausgleich für den Stadtbahnbau: Für Flächen, die wegen der Stadtbahntrasse versiegelt werden müssen, wurde hier das Gelände entsiegelt und aufwendig Hochwasserschutz für die Zukunft betrieben, und für Bäume, die gefällt werden mussten, werden neue Bäume gepflanzt. "Die ökologischen Auflagen haben wir gern erfüllt", berichtet Ragna Zemlin von der Geschäftsführung Stadtbahnbau beim GVB. "Umweltentlastung gehört zu den Leitlinien des Geraer Verkehrsbetriebes , und wir freuen uns, hier zeigen zu können, wie sich Umweltschutz, Landschaftsgestaltung und ein umweltverträgliches Verkehrsangebot zusammenfügen".
In diesen Tagen lässt der Geraer Verkehrsbetrieb auf dem Areal 125 neue Bäume - 71 Hochstämme und 54 Heister - pflanzen und außerdem 240 Sträucher. Nach Ende aller Bauarbeiten in diesem Bereich kommen dann noch einmal 43 Bäume hinzu. Verschiedene Eichensorten, Linden, Buchen, Eschen, Kirsch-, Apfel- und Birnbäume ergänzen den vorhandenen Baumbestand. Zwischen dem früheren Gutspark und der Gessentalstraße werden wieder Obstbäume wachsen, wie es schon einmal vor dem Krieg gewesen ist. Mit der Pflanzung hat der GVB die Firma WGG beauftragt.
Die neuen Bäume sind nicht gänzlich Neulinge, sie machen schon jetzt etwas her. Ein Teil hat einen Stammumfang von 40 - 45 cm und ist über 5 - 6 m groß, so passen sie besser zum vorhandenen Bestand als sehr junge Bäume. Diese Pflanzungen ersetzen Bäume, die wegen des Streckenbaus gefällt werden mussten. Der Geraer Verkehrsbetrieb richtet sich dabei nach der Baumschutzsatzung der Stadt.

Baumpflanzungen
Wenn der Stadtbahntrasse Bäume weichen müssen, werden sie allerdings nach Möglichkeit umgepflanzt. Falls das nicht machbar ist, lässt der GVB für jeden gefällten Baum ein oder mehrere neue Bäume pflanzen - entweder in derselben Straße oder, wenn das nicht geht, an einer anderen Stelle. Dazu kommen an vielen Stellen Maßnahmen zum Baumschutz und zur Baumpflege. Ein sehenswertes Beispiel dafür ist die mehrstämmige Weide am Holzhandel bei der großen Wiese am Gut.
Fertig angelegt ist jetzt der etwa 2.300 m2 große Teich auf der großen Wiese neben dem Turm des ehemaligen Guts. Ungefähr an dieser Stelle gab es schon früher einmal einen Teich, er wurde aber 1973 mit Bauschutt verfüllt, als das dortige Schlösschen abgerissen wurde. Für den neuen Teich hat die Firma WGG im Auftrag des GVB ausschließlich natürliche Materialien verwendet. Der bis zu 3,50 m tiefe Teich ist mit Ton abgedichtet und mit einer Kiesschicht geschützt.

Hochwasserschutz, Entsiegelung, Artenschutz und Landschaftsgestaltung als ökologischer Ausgleich.
Auch der Teich ist ökologischer Ausgleich für den Stadtbahnbau, ebenso wie die anderen Arbeiten in diesem Jahr am Pfortener Gut. Mit dem Nutzen für die Umwelt sollen auch Landschaft und Stadtbild gewinnen. Einen erfreulichen Anblick bietet bereits seit einigen Monaten der alte Gutsturm, den der GVB saniert und als Artenschutzturm für Fledermäuse, Schwalben und Turmfalken hergerichtet hat. Der Gessenbach wird renaturiert und soll sich in wenigen Wochen endgültig in seinem neuen Bachbett durch die Wiesen schlängeln, wie es seinem ursprünglichen, natürlichen Verlauf entspricht.
Besonders aufwendig waren die Arbeiten für den Hochwasserschutz. Damit der Gessenbach in seinem neuen Bett gut fließen und sich bei Hochwasser auf der Wiese ausbreiten kann, wurde das Gelände stellenweise leicht abgesenkt. Die Dämme und Flutrinnen, die der GVB auf der Wiese angelegt hat, können einem Jahrhunderthochwasser standhalten. Die drei neuen Brücken über den Gessenbach - eine für die Stadtbahn, eine für den Straßenverkehr und die Zufahrt zur Holzhandlung - hat der GVB gemäß der Forderung der Wasserbehörde ebenfalls für große Wasserfluten ausgelegt.
Bevor der Verkehrsbetrieb die große Wiese am Gut als Hochwasserschutzgebiet und Park gestalten konnte, musste er das seit langem verkommene Gelände von Gestrüpp, Schutt und teilweise von kontaminiertem Erdreich befreien und die baufälligen Reste des ehemaligen Guts abreißen. Es hatte zuletzt einem Transportunternehmen als Garage und Werkstatt gedient. Nur der Turm war erhaltenswert.

Brachland beseitigt
Die Beseitigung des unansehnlichen Brachlands und seine Gestaltung, betont Ragna Zemlin, bringt nicht allein ökologischen und ästhetischen Gewinn. Denn wie an vielen Stellen entlang der Stadtbahnlinie 1 entstehen neben der attraktiven Verkehrsverbindung städtebauliche Verbindungen. Der Grünzug verbindet den Ufer-Elster-Park mit dem Naherholungsgebiet Gessental. Und gleichzeitig wird hier der Übergang zum Stadtteil Zwötzen gestaltet, den die Linie 1 bedienen wird.
Im kommenden Jahr geht es in diesem Bereich weiter mit dem Bau der Stadtbahntrasse. Die Linie 1 wird hier entlang der großen Wiese unterhalb der Pappelreihe neben der Straße fahren, dort wo bisher der Gessenbach verlief.

( 10.12.2004 )

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