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Wismut mit Sanierung im Zeitplan

Noch sind sie sogar von Gera aus zu sehen, die Kegelhalden von Reust, doch bis Ende 2006 werden sie verschwunden sein und auf der dort entstehenden Freifläche könnte ein Freizeitpark entstehen, wo man, zu mindestens nach Vorstellungen von Wismut-Geschäftsführer Dr. Manfred Hagen, dann mit Karts herumkurven kann.
Die Wismut liegt mit ihren Sanierungsprojekten voll im Zeitplan, wovon sich Thüringens Umweltminister Dr. Volker Sklenar und Staatssekretär Prof. Dr. Christian Juckenack, beim Besuch in der ehemaligen Uranerzbergbauregion überzeugen konnten.
Eines der zentralen Objekte ist die Endgestaltung des Tagebaus Lichtenberg. Der erforderliche Planfeststellungsbeschluss soll nach der im ersten Quartal 2005 vorgesehenen Erörterung getroffen werden. Damit wird die letzte Phase der übertägigen Sanierung am Standort eingeläutet. Die Arbeiten zur Endgestaltung des ehemaligen Uranerzbergbaus werden noch heutigen Planungen im Jahre 2010 abgeschlossen sein. Damit sind über 120 Millionen Kubikmeter Haldenmaterial, die wieder in das Tagebaurestloch verbracht wurden, sicher verwahrt und der neu entstandene "Lichtenberg" fügt sich in die Ostthüringer Landschaft ein.
40 Meter, also rund eine Million Kubikmeter Gestein, sind von den Reuster Halden bereits abgetragen und in das Tagebaurestloch Lichtenberg transportiert. 2005 soll nun mit den Trassenbau zwischen beiden Standorten begonnen werden. Dann wird eine aus 30 Fahrzeugen bestehende Flotte ab Januar 2006 die noch 8,2 Millionen Kubikmeter Gestein nach Lichtenberg schaffen, so Niederlassungsleiter Dieter Laubrich. Er geht davon aus, dass dieser Akt innerhalb zwölf Monate zu bewältigen ist.
Allein für das Haushaltsjahr 2005 steht der Wismut ein Gesamtetat von ca. 205 Millionen Euro zur Verfügung, wovon etwa die Hälfte auf die Region Ostthüringen fällt. Der größte Teil dabei geht in den Personalkosten auf.
Zwar ließ die Regionale Planungsgemeinschaft Ostthüringen dem Traum der Wismut, zur Errichtung eines Mega-Solarparks auf dem Gelände der ehemaligen Nordhalde, platzen, dennoch hält man an diesem Projekt weiter fest und hat nun die ehemalige Industrielle Absetzanlage Culmitzsch im Visier. Hier ist derzeit das Freiwasser noch nicht ganz entfernt, während z. B. auf der Industriellen Absetzanlage Trünzig bereits mit der Endabdeckung begonnen wurde. Für die IAA Culmitzsch und die umliegenden Halden wird ein präzisiertes Konturenkonzept erarbeitet und mit den Behörden abgestimmt. Der Beginn der Endkonturen ist für 2007 vorgesehen.
Auf die aufgebrachte Zwischenabdeckung wird eine ca. 1,5 Meter mineralische Abdeckung aufgebaut, die dann begrünt wird.
Gewissermaßen als Mann vom Fach, sieht Staatssekretär Prof. Dr. Christian Juckenack die Wismutregion als Zukunftsprojekt für Thüringen, ja für ganz Deutschland und sprach von einem möglichen Exportschlager was das Flächenrecycling betrifft, welches bei der Wismut mehr und mehr in den Vordergrund rückt.
Was die Nutzung der so neu entstehenden Landschaft im Detail betrifft gibt es viele Ideen und nicht alles wird sich verwirklichen lassen, was auch für die Bundesgartenschau Gera-Ronneburg 2007 gilt, worauf Dr. Volker Sklenar verwies. Nach seiner Auffassung sollte sich auf das Machbare konzentriert werden, denn am Ende würde sowieso nicht alles realisiert werden können. Der Minister, angesprochen auf das Debakel der Fördermittelbeantragung durch die BUGA GmbH, zeigte sich zuversichtlich. Dies sei kein Einzelfall, so Sklenar, selbst in seinem Ministerium oder zwischen den Ministerien kommt es ab und zu so solchen Pannen, die nicht überbewertet werden sollen. Die Gelder sind eingestellt und werden fließen, so dass sich mit Sicherheit die Pforten der Bundesgartenschau Gera-Ronneburg 2007 öffnen werden.

( Reinhard Schulze, 03.12.2004 )

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