Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Keine Angst: Strompreise in Gera bleiben (noch) moderat

Getreu dem Werbespruch der Energieversorgung Gera GmbH "Energie gut und günstig!" bleiben ihre Strompreise (vorerst) moderat. Ab Januar 2005 wird es für die drei Tarife, die leider Gottes englische Bezeichnungen tragen, nur eine Erhöhung geben. Der Tarif für den Kleinstverbrauch "Gera Classic" bleibt unverändert, ebenso der Tarif für Familien "Gera Home". Lediglich der Tarif für kleine Haushalte "Gera Line" erhöht sich geringfügig von 19,9 auf 20,7 Cent je Kilowattstunde.
Über die aktuelle Situation der Energieversorgung Gera (EGG), einem Unternehmen des sieben Mitglieder umfassenden Stadtwerke-Verbundes, informierten vor der Presse Geschäftsführer Arno Spies und der Leiter Energiewirtschaft Rüdiger Erben. Die EGG beliefert etwa 80.000 Kunden in und um Gera, in Thüringen und Sachsen. Ja, sogar bundesweit gibt es Großabnehmer. So beziehen beispielsweise alle 17 Niederlassungen von Max Bögl Geraer Strom. Ähnlich ist es bei den Filialen der Rieger-Möbelkette.
Die EGG beschäftigt 155 Mitarbeiter, die Kraftwerke Gera GmbH 45. Etwa 80 Prozent des Stromes kommen vom Heizkraftwerk Gera-Nord, einem der modernsten Europas. Die EGG hat einen leistungsfähigen Mitgesellschafter (49,9 Prozent der Anteile): die Electrabel Deutschland AG, über die Energie günstig zugekauft wird.
Der Bund der Energieverbraucher hat eine Rangliste der Stromanbieter aufgestellt. Dabei schneidet die EGG mehrfach vorteilhaft ab. Verglichen wurden 26 Anbieter. So wurde zum Beispiel der Tarif "Gera Home" (Abnahme: 4000 KWh pro Jahr in Gera) Zweitbester, der berühmte Yello dagegen nur Fünfzehnter.
Dieses günstige Abschneiden der EGG ist insofern bedeutsam, als die Strompreise national wie international davongaloppieren. So stiegen die Preise, die an der Leipziger Strombörse gehandelt werden, von Juli 2002 bis November 2004 um sage und schreibe etwa 42 Prozent. Die EGG muss zudem damit fertig werden, dass die Kosten für die Netznutzung anwuchsen, so bei der TEAG um etwa 13 Prozent. Der Trumpf für den Geraer Energieerzeuger heißt: Das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Nord arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, das es ermöglicht, gleichzeitig Kraft und Wärme kostengünstig und umweltschonend zu erzeugen.
In anderen Bereichen kommen allerdings auf die EGG-Kunden unvermeidliche Belastungen zu. Die international ständig steigenden Preise für Öl und Gas machen um das Geraer Unternehmen keinen Bogen. So mussten zum 1. November die Gaspreise für Haushalts- und Kleingewerbekunden um etwa 0,16 Cent je Kilowattstunde erhöht werden. Das aber liegt unter dem Mittelwert vergleichbarer Gasversorger in Thüringen (z.B. Erfurt: 0,2 Cent).
Der Rohölpreis stieg auf dem Weltmarkt seit Januar 2004 bis heute um etwa 50 Prozent. Im Gefolge wachsen die Kosten im Heizkraftwerk an, so dass sich die Fernwärmepreise für die Endkunden ab 1. Januar um 5 bis 7,8 Prozent erhöhen. Das liegt deutlich unter dem Anstieg der Heizölpreise von 15 Prozent in Gera. Die Mieten für fernbeheizte Wohnungen können damit in Gera erschwinglich bleiben.
Bei der EGG nahm 2004 die Kundenzahl um drei Prozent zu.

( Harald Baumann, 19.11.2004 )

zurück