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100 Bäume für Frieden und Völkerverständigung

Genau 24 schon stattlich-gewachsene Eichenbäume in der Neuen Landschaft Ronneburg vollenden die Idee der Rotarier, anlässlich ihres 100. Geburtstages "100 Bäume für den Frieden" zu pflanzen. Symbolisch wurden die Bäume jetzt gepflanzt und angegossen. Die Aktion zum "Internationalen Rotarischen Jubiläumspark" war damit Anfang und Ende zugleich, so Kerstin Jeska-Zimmermann, Governor des Rotary-Distriks Franken/Thüringen. Und das in doppelter Hinsicht: Einerseits sei man damit dem Gedanken von Rotary-Gründer Paul Harris auch nach 100 Jahren treu geblieben, der bereits 1905 Bäume als Botschafter bezeichnet hatte, und andererseits habe man offiziell den Schlusshain für das Projekt "Jubiläumspark" übergeben, für dessen Errichtung der Startschuss bereits Anfang Juni gegeben worden war, als 150 Jugendliche aus 15 Nationen und fünf Kontinenten im Rahmen eines internationalen rotarischen Jugendcamps in etwa 15 Kilometer Entfernung den ersten Baum gepflanzt hatten.
Für den neuen Anfang spricht die Wahl des ehemaligen Wismut-Gebietes, das bereits 2007 lebendiger Teil des Geländes der Bundesgartenschau sein wird. Ein Gebiet - so Jeska-Zimmermann - das als drittgrößter Uranbergbau der Welt und das einzige inmitten dicht besiedelter Gebiete geschändet worden war. Gerade deshalb biete sich dieser Teil der Revitalisierung für Rotary an, den großen eigenen Beitrag für Frieden, Völkerverständigung, Freundschaft und Jugend einer internationalen Öffentlichkeit zu zeigen. Beteiligt sind die 53 Clubs von Rotary im Distrikt Franken/Thüringen, aber auch viele Rotarier aus anderen 18 deutschen Distrikts und auch aus weiteren zehn europäischen Ländern. Frau Jeska-Zimmermann erinnerte daran, dass Oberbürgermeister Ralf Rauch und Landrätin Martina Schweinsburg 1997 in Gelsenkirchen das Buga-Projekt von Gera/Ronneburg vorgestellt und für seine Realisierung geworben hätten. Daher sei die Pflanzaktion durchaus eine hohe Symbolik für Buga-Vorhaben im Wismut-Gebiet.
Thüringens Bauminister Andreas Trautvetter führte noch einmal vor Augen, dass der Standort für das Eichenarboretum mit Bedacht ausgewählt worden sei. Über eine Milliarde Tonnen Gestein habe man hier abgebaut, rund 800 Millionen davon einfach in die Landschaft gekippt. Inzwischen ist die Halde weitgehend beseitigt und der Abraum in den Lichtenberger Tagebau verfüllt worden. Vier Milliarden Euro habe der Bund dafür bereits aufwenden müssen, mindestens zwei weitere Milliarden seien wohl notwendig.
So bestätigte der Minister die Feststellung von Martina Schweinsburg, dass man hier in den letzten zwei Jahren wirklich Berge versetzt habe. Für Geras Oberbürgermeister Ralf Rauch Grund genug zu der Aufforderung, dass auch die Geraer in Scharen hier vorbeikommen und mit Optimismus an die weitere Buga-Vorbereitung herangehen sollten.
Die Eichenbäume im "Rotarischen Jubiläumspark" sollen gut gedeihen und vielleicht zum nächsten runden Jubiläum von den Idealen des Friedens und der Völkerverständigung Zeugnis ablegen!

( Reinhard Schubert, 05.11.2004 )

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