Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Filme mit Sicht auf den Alltag

Die 21. video/film tage Thüringen und Rheinland-Pfalz stehen vor der Tür. Vom 4. bis 7. November 2004 ist Gera bereits zum sechsten Mal Gastgeber des Festivals. Deshalb traf sich dort die Fachjury, um die besten Beiträge auszuwählen. Dabei mussten die neun Experten während ihrer viertägigen Arbeit ein enormes Pensum bewältigen, denn die Resonanz auf die Ausschreibung war wieder sehr groß. 388 Beiträge mit einer Gesamtlänge von über 115 Stunden waren zu sichten, die Videofilmer aus Deutschland, Österreich, Großbritannien, Italien und erstmals auch aus Finnland zum Wettbewerb eingereicht hatten. Erneuter Beweis dafür, dass sich der im jährlichen Wechsel in Gera und Koblenz ausgetragene Wettbewerb bundes- und europaweit als Fachfestival etabliert hat.
Nach einer zweiten Bewertungsrunde standen dann die 18 Preisträger fest. Sie müssen sich allerdings noch bis zur Eröffnung des Festivals am 4. November im Geraer Clubzentrum COMMA gedulden. Erst dann wird das Geheimnis gelüftet. Freuen können sich die Auserkorenen jedoch schon jetzt auf Preise im Gesamtwert von mehr als 10.000 Euro, die von zehn verschiedenen Institutionen, Einrichtungen und Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehört auch der mit 3.000 Euro dotierte Geißendörfer Nachwuchsförderpreis, der erneut geteilt wird.
Bei den Einsendungen haben sich die Proportionen im Vergleich zum vergangenen Geraer Festival 2002 zwischen den einzelnen Kategorien ein wenig verschoben. Leicht zugelegt haben Medienpädagogik mit 110 und Medienstudiengang an einer Hochschule mit 131 eingereichten Filmen. In der Freien und der Arbeit in Offenen Kanälen stehen prozentual zwar weniger Beiträge zu Buche, doch machen diese mit 147 erneut das Gros aus. Autoren sind dort Arbeiter wie Intellektuelle, Kinder, Studenten und Rentner, darunter ein 79 Jahre alter Mann aus Italien. Für sie sind die video/film tage nach Ansicht des Berliner Filmwissenschaftlers Dr. Joachim Giera, einem der Juroren. "Ein wichtiges Fenster in Deutschland". Dabei reicht das Spektrum der Themen, mit denen sie sich auseinandersetzen, vom ganz normalen Alltag bis hin zur großen Politik. Zwar sei die Umsetzung nicht immer gelungen, doch bezögen die Filmschöpfer mit ihren eigenen Mitteln Position, betont Giera.
Als positiv empfindet die Leiterin des Geraer Festivalbüros, Barbara Liebold, die Gleichberechtigung beider Festival-Standorte. So dominiert in diesem Jahr die Zahl der Einsendungen aus Rheinland-Pfalz mit 67, dicht gefolgt von den Thüringern mit 63. Erfreulicherweise sind nach Jahren der Abstinenz auch Mecklenburg-Vorpommern - sogar mit 19 Beiträgen in allen Kategorien - und Sachsen-Anhalt mit sechs Einsendungen in der Freien Arbeit mit von der Partie. Einzig Bremen ist nicht vertreten. Mehr als in den Jahren zuvor nutzten die Filmemacher das Medium DVD.
Allerdings werde auch künftig das Video die Nase vorn haben, ist sich Barbara Liebold sicher. Das sei nicht zuletzt für die Filmemacher eine Frage der technischen und finanziellen Möglichkeiten.
Die video/film tage Thüringen & Rheinland-Pfalz werden von der Stadt Gera, den Landesfilmdiensten der beiden Bundesländer sowie dem Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz veranstaltet. Glücklicherweise gab es in diesem Jahr auch eine sehr große anzahl von Förderern, Anders wäre eine erfolgreiche Durchführung kaum vorstellbar.
Die video/film tage waren vor 21 Jahren im rheinland-pfälzischen Koblenz ins Leben gerufen worden. 1994 kam das thüringische Gera als Ko-Veranstalter hinzu. Seither findet das Festival im jährlichen Wechsel in beiden Städten statt.
Weitere Informationen im Internet unter der folgenden Adresse: (www.videofilmtage.de).

( 22.10.2004 )

zurück