Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Baustart für Anbau an unserem Theaterhaus

Die umfassendste Rekonstruktion des Theaterhauses in seiner Geschichte - es war im Jahre 1902 fertiggestellt worden - soll mit dem Baustart für den Anbau am Großen Haus fortgesetzt werden. Zehn Wochen Zeitverzug - gemessen an der bisherigen Terminplanung - sind aufzuholen. Oberbürgermeister Ralf Rauch zeigte sich optimistisch, daß das den am Bau Beteiligten durch eine enge Zusammenarbeit und Koordinierung gelingt.
Nach dem Abriß von Bühne und Park sowie dem Theaterclub im März/April dieses Jahres und dem Neubau des Technischen Versorgungsbaues mit Studiobühne wird dann die eigentliche Rekonstruktion des Gebäudes beginnen; sie soll bis zur BUGA 2007 abgeschlossen sein. Letzter Schritt wird dann die Gestaltung des Umfeldes.
Der jetzt begonnene Neubau nimmt eine weitere Spielstätte, die Studiobühne, sowie eine Probebühne auf. Die Studiobühne ist für 200 Besucher ausgelegt, die Probebühne entspricht genau den Maßen der Hauptbühne. Dazu gehören auch moderne Garderoben, Lager und Technikräume sowie 14 Räume für die Verwaltung und eine Kantine. Im Eingangsbereich des Foyers wird auch das Abo-Büro untergebracht.
Der gesamte Baukörper erhält eine betont schlichte kubische Form, vom vollverglasten Foyer öffnet sich der Blick in den Küchengarten. An der Fassade werden großformatige anthrazitgraue Platten und eine gleichfarbige Verglasung angebracht. Die Architekten wollen damit die Eigenständigkeit des Neubaues betonen, der sich gegenüber dem reich gegliederten Haus zurück nimmt und diesem keine Konkurrenz macht.
Die Erneuerung der völlig veralteten Bühnentechnik sowie die dringend erforderliche Lösung der brandschutztechnischen Probleme bilden den Schwerpunkt der Sanierung des Großen Hauses. Umfangreiche Umbauarbeiten im Proszeniumsbereich (Orchestergraben, Decke über der Vorbühne usw.) sollen die akustischen Bedingungen wesentlich verbessern. Die funktionellen Anforderungen und die damit verbundene Nutzung der Räume werden neu geordnet. So gehört z. B. das Umkleiden der Orchestermitglieder im Kellergang der Vergangenheit an.
In die Freiflächengestaltung werden der unmittelbare Bereich um den Technischen Versorgungsbau mit Studiobühne und der Garten des Theaterrestaurants einbezogen. Zwischen dem Neubau und dem Garten soll eine kleine Spielfläche für Freiluftveranstaltungen entstehen. Die Neugestaltung des Theatervorplatzes, des Parkplatzes und des Küchengartens werden ebenfalls in Angriff genommen, auch wenn sie nicht unmittelbar zu der Baumaßnahme gehören.
Für die Finanzierung der Vorhaben sind knapp 23,5 Millionen Euro vorgesehen, der Großteil kommt aus Mitteln der Städtebauförderung der Denkmalpflege sowie anderen Fördermitteln. Die Stadt Gera wird mit rund 4,1 Millionen Mark am Bau beteiligt sein.

( Reinhard Schubert, 22.10.2004 )

zurück