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Schienengärten für die Buga nehmen Gestalt an

Eisenbahngleise bilden die Einfriedungen, auf den Freiflächen viel Grün, dazwischen Pflanzen, die sonst die Bahnhänge bewachsen, im Hintergrund ein ausgedienter Lokschuppen. Entlang des Schienenstrangs werden zur Bundesgartenschau 2007 Besucher pilgern und sich von einem nachgebildeten Bahnsteigaufgang das Gelände von oben ansehen. So haben es sich die Planer ausgedacht, und die ersten Ergebnisse sind bereits zu sehen. Buga-Geschäftsführer Dr. Günter Linsel stellte sie gemeinsam mit anderen Partnern vor. Ganz besonders verwies er dabei auf die Agentur für Arbeit, denn ohne die Schaffung von Strukturanpassungsmaßnahmen (SAM) sei die zügige Vorbereitung für den Ausbau des Ufer-Elster-Parks nicht möglich gewesen, betonte er.
In diesem Teilstück des späteren Parks, das sich hinter dem Heizkraftwerk Süd und der neuen Rollschnelllaufanlage befindet, haben 16 ehemalige Arbeitslose im Rahmen der geförderten Maßnahme ganze Arbeit geleistet. Denn zunächst galt es, das Baufeld für das "grüne Rückgrat", wie das Gelände von den Buga-Fachleuten genannt wird, freizumachen. Bahnanlagen und Gebäude mussten abgerissen, Schutt beräumt und noch brauchbares Material aussortiert werden, weiß Uwe Sandmann von der Firma GRA, die per Ausschreibung den Auftrag für den Abriss erhalten hatte. Es sei nicht immer einfach gewesen, da zum größten Teil manuell vorgegangen werden musste, schilderte er die zurückliegenden Monate. Heute könne sich niemand mehr vorstellen, wie es hier ausgesehen hat. Nun liege man in den letzten Zügen. Für die 16. Beschäftigten endet die Maßnahme allerdings am 31. Oktober. Ein Mann konnte übernommen werden, weiteres hänge von der Auftragslage ab, räumte Uwe Sandmann ein.
Die Buga habe allerdings Priorität bei den geförderten Maßnahmen, versicherte die Arbeitsagentur-Chefin Birgit Becker. Insgesamt 115 Männer und Frauen hätten in Vorbereitung der Buga auf dem zweiten Arbeitsmarkt eine Beschäftigung gefunden. Für 31 Maßnahmen wurden 2,78 Millionen Euro ausgegeben. "Profitiert haben davon Arbeitsuchende aus der Region, darunter auch ältere und langzeitarbeitslose", stellte sie fest.
Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Martin Stein freut sich, dass nun mit der Bepflanzung begonnen werden kann. "Die Struktur des ehemaligen Eisenbahngeländes sollte erhalten bleiben", beschrieb er das Ziel, einen Schienengarten zu errichten: deswegen auch die klaren geraden Wege mit den Gleisen aLs Seitenbegrenzungen und linear gesetzte Baumreihen, dazwischen Rabatten und Grünflächen, im Hintergrund der gesicherte und sanierte Lokschuppen, für den noch ein Betreiber gesucht wird. Allerdings könne zur Zeit nur rund zwei Drittel der Fläche gestaltet werden, bedauert der Planer, der Rest erst, wenn die Finanzierung der Mitte-Deutschland-Verbindung geklärt sei, wofür das Signal durch den Bund immer noch nicht auf Grün gestellt sei, musste Baudezernent Ramon Miller zugeben. Radler haben da bessere Aussichten. Am 1. Oktober beginnt der Ausbau der Thüringer Städtekette.

( Helga Schubert, 01.10.2004 )

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