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Boxer David Müller zählte zu den Größten

Ohne einem Werbeblatt, welches in seiner Schule ausgelegt war, hätte der damalige elfjährige Knirps warscheinlich nicht den Weg in den Boxring geschafft. „Der kleine David lernte in kürzester Zeit und mit nicht überbietender Akribie das Einmaleins des Boxsportes“, erinnert sich sein erster Trainer und auch späterer Mentor Lutz Grau. Bereits im Jahre 2000, also nur knapp eineinhalb Jahre im Training, dann schon der erste nationale Erfolg für „Mülli“, wie er liebevoll von seinen Freunden und Sportkameraden gerufen wurde. Denn bereits da erkämpfte er sich nach drei überzeugenden Siegen bei den fünften Deutschen Meisterschaften in Nürnberg im niedrigsten Limit bis 30 Kilogramm den Titel. Neben der Goldmedaille konnte sich David auch über eine 100 D-Mark Siegprämie freuen. „Das war für mich damals natürlich ein großer Schein, den ich aber nicht gleich ausgegeben habe“, erinnert sich der gebürtige Saalfelder, welcher auch dort seine so erfolgreiche Boxer Laufbahn im Ring begann. Und nach seinem Wechsel nach Gera ging es dann auf der Erfolgsleiter weiter nach oben. Zu den Höhepunkten zählten dabei vor allem die beiden Goldmedaillen bei den DM der Kadetten (2003 und 2004) sowie Silber bei den EM in Saratow (2004). Großen Anteil daran hatte auch sein damaliger, leider frühzeitig verstorbener Geraer Trainer Gerd Sachse, welcher ihn über ein Jahr betreute. In dieser Zeit absolvierte David auch ein praktisches Jahr mit dem Kennenlernen verschiedener Handwerksberufen. Besonders stolz ist der inzwischen 33-jährige aber auch auf den Deutschen Meistertitel der Elite 2009 im 64 Kilogramm Limit. Ein weiterer großer Wunsch blieb dem Familienvater, der gegenwärtig der Geburt seiner zweiten Tochter entgegensieht, allerdings verwehrt. Gemeint ist bei den Olympischen Spielen als Aktiver dabei zu sein. „Leider hat das sowohl für London als auch vier Jahre später für Rio aus unterschiedlichen Gründen – auch verletzungsbedingt – nicht geklappt.

David, der bis zu seinem Ende seiner überaus erfolgreichen Laufbahn im Jahre 2015, auf der es in seinen insgesamt 188 Kämpfen immerhin zu 127 Siegen kam, noch einige Ringduelle für Wacker Gotha und später den Nordhäuser SV in der ersten Bundesliga bestritt, lebt heute in Frankfurt/Oder und ist als Stabs Unteroffizier Angehöriger der Bundeswehr.

( Volker Martin, 12.02.2021 )

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