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Trauerfeiern sind einzigartig

Schon früh wusste Eric Grebenstein, dass er Medizin studieren will. Als er 15 Jahre alt war, entschied er sich, sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen. „Sterben gehört dazu, wenn man Leben retten will”, war seine damalige Meinung. Er begann neben der Schule ehrenamtlich im Bestattungsinstitut zu arbeiten. „Am Wochenende habe ich Verstorbene abgeholt, sie angezogen, für die Trauerfeiern vorbereitet und erste rednerische Beiträge gehalten”, erzählt er seine ersten Erfahrungen.

Im Mai 2018 legte Eric Grebenstein sein Abitur am Liebe Gymnasium ab, sein Zeugnis reicht nicht aus, um gleich das Studium der Medizin aufnehmen zu können. Wartesemester folgen. Er nutzt diese Zeit, um sich in Sachen Trauerreden zu professionalisieren. Seit diesem Jahr ist er selbstständig, unterhält ein kleines Büro. Von seiner Kreativschmiede aus – schließlich ist es sein Wunsch, personalisierte Reden für den Verstorbenen und dessen Hinterbliebenen zu schreiben – ist er in Ostthüringen und ganz Deutschland unterwegs. „Für mich ist es wichtig, dass beim Abschied nehmen gelacht und geweint wird. Es gehört dazu, um Trauer zulassen zu können”, ist es sein ganz persönlicher Ansatz. Vertrauen schaffen, ist für ihn selbstverständlich. „Im Idealfall treffe ich mich mit den Hinterbliebenen am Lebensort des Verstorbenen. Es erleichtert mir die Arbeit, mich in das Leben des Verblichenen hineinversetzen zu können, welche Bücher las er, welche Bilder zierten seine Wände“, beschreibt er. Für Eric Grebenstein ist es wichtig, dass jede Rede zu einem Kunstwerk wird.

Neben seiner Berufung, Trauerreden zu schreiben, ist er als Rettungssanitäter für das DRK in Meiningen im Einsatz.

Im kommenden Frühjahr, wenn alles klappt, wird er sein Medizin-Studium an der Privathochschule in Neuruppin aufnehmen können. „Ich habe mich für diese Einrichtung entschieden, da es mir wichtig war, dass nicht allein die Note über eine Immatrikulation entscheidet, sondern auch die persönliche Überzeugung und Eignung des Anwärters. Mein Ziel ist es, nach dem sechsjährigen Medizinstudium mich zum Facharzt für Anästhesie/Intensivmedizin und Notfallmedizin ausbilden zu lassen.‘‘

Eric Grebenstein ist empathisch, mit seinen 21 Jahren lässt er sich auf den Tod ein, weil er zum Leben dazu gehört. Es ist sein Wunsch, mit jeder Trauerrede den Verstorbenen noch einmal für einen kurzen Moment lebendig werden zu lassen.

www.trauerreden-grebenstein.de

( Fanny Zoelsmann, 22.10.2020 )

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