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Eine Schule zieht um

Es wird eine Punktlandung. Jeder Häuslebauer kennt die Zitterpartie in den letzten Wochen und Tagen. Wird alles pünktlich fertig und kann zum Stichtag umgezogen werden? Auch das Team der Christlichen Gemeinschaftschule hat einen engen Zeitplan zu erfüllen. Denn bis die Kisten aus der „alten” Schule gepackt und in das neue Gebäude getragen werden können, müssen erst die Schulferien eingeläutet sein. Aber auch dann bleibt Lehrern, Erziehern und Eltern keine sechs Wochen Zeit. „Der Umzug ist für die zwei Schließwochen geplant, in denen wir keine Ferienbetreuung anbieten”, bringt es Geschäftsführer des Bildungswerkes Philipp Seidel auf den Punkt aber zeigt sich stolz und erleichtert, denn der Neubau steht und in ihm wird pünktlich zum Start des neuen Schuljahres Schule stattfinden. Während Zeit trotz Knappheit ein ausreichendes Gut ist, mangelt es dem Neubau noch an Inventar. „Es ist wie bei jedem Wohnungsumzug. Eine Vielzahl der alten Möbel findet auch im neuen Zuhause einen Platz, aber braucht es eben auch neue Stücke, um dem neuen Wohngefühl Rechnung tragen zu können. So verhält es sich nun auch in unserer neuen Schule. Wir haben Möbel, mit denen wir Schule machen können, doch tragen diese nicht unserem besonderen Konzept Rechnung. Aufgrund unseres jahrgangsübergreifenden Lehrplans, in dem jeweils acht Kinder der Klassenstufen eins bis drei, vier bis sechs und so weiter in einer Lerngruppe sind, benötigen wir höhenverstellbare Stühle und im Idealfall auch Tische. Zudem wollen wir künftig mit Differenzierungsmöbeln arbeiten, die es Kindern einer Stufe, z.B. den Zweitklässlern ermöglichen, sich vom Rest der Lerngruppe, sprich von den Erst- und Drittklässlern, zurückziehen zu können. Differenzierung heißt Rückzugsorte schaffen. Hierfür arbeiten wir mit unserem Berliner Architekten Maik Illmer zusammen, der zwölf dieser Bänke bauen lässt. Auf jeder Etage werden künftig vier dieser Möbel stehen, die zusammengestellt einen kleinen Raum für sich ergeben”, erklärt es Philipp Seidel.

Doch dies allein ist noch nicht alles.

Wie jedes Haus braucht auch die Schule Stauraum: Schränke, Spinde, Lernmittelwagen sowie die nützlichen Dinge: Tafeln, Smartboards und Hocker für das Schüler-Café. Das entspricht einer Summe von rund 80.000 Euro. Kreativität zeichnet die Schule aus. So haben sie in den vergangenen Monaten an verschiedenen Stellen Spendendosen platziert, u.a. in den Filialen der Bäckerei Laudenbach, um auch mit kleinen Schritten ans große Ziel zu kommen. „Wir sind positiv überrascht, dass mit dieser Aktion rund 1.500 Euro zusammengekommen sind”, dankt Philipp Seidel der Geraer Bürgerschaft. Eine gleichgroße Spende überreichte kürzlich der Geraer Unternehmer Falk Bräuner. „Kultur bedeutet für mich nicht nur die Geschichte einer Stadt zu wahren. Ich möchte auch dazu beitragen, dass unsere Zukunft in guten Händen ist. Jährlich spenden wir an mehrere gemeinnützige Organisationen in Gera, wie z.B. Sportvereine. Seit Monaten begleite ich aus der Ferne den Schulneubau, welcher dazu beiträgt, dass ein weiteres historisches Areal wieder neu belebt wird. Vor allem freue ich mich darüber, dass an einem ehemaligen Schulstandort wieder Schule gemacht wird.” Falk Bräuner ist Eigentümer des TIETZ-Quartiers auf der Sorge, welches nun den Zuschlag aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ erhielt und mit 5,8 Millionen Euro gefördert wird. Die Spatzen zwitscherten bereits von den Dächern, dass im ehemaligen Horten-Kaufhaus die Stadt- und Regionalbibliothek ihr künftiges Zuhause erhalten soll. Welche genauen Pläne der Eigentümer Falk Bräuner hat, darüber berichtet Neues Gera zeitnah.

Aber nicht nur Geraer Unternehmer gehören zum Unterstützerkreis der Schule. „Zahlreiche Spenden von Eltern, Großeltern und Freunden der Schule sind bereits auf dem Konto des Fördervereins eingegangen. Seit drei Wochen werben wir auch über die Plattform betterplace.org. Bisher haben uns mehr als 5.000 Euro erreicht”, bilanziert der Geschäftsführer des Schulträgers.

Aufgrund der derzeitigen Situation wird die Schule auf eine offizielle Einweihung verzichten müssen, wird diese aber voraussichtlich als Tag der offenen Tür im Herbst nachholen.

Hinter diesem QR-Code findet sich der direkte Spendenlink zu betterplace.org.

( Fanny Zoelsmann, 17.07.2020 )

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