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Über den Dächern unserer Stadt dinieren

Ein Raunen rauschte durch die Stadt, als Galeria Kaufhof ihren Rückzug aus Gera ankündigte und im Herbst 2018 das Ende des Elster Forums in Aussicht stellte.

Nur wenige Monate später wird klar, dass es der Anfang für die Ära der Otto-Dix-Passage ist.

Gekauft von der Arcadia Investment Group, wird dem Einkaufszentrum inmitten der Stadt ein neues Aussehen verliehen. „Nach und nach sind nun fast alle Mieter ausgezogen. Im Juli wollen wir das Haus komplett für den Besucherverkehr schließen, um uns dem Innenausbau zu widmen”, erklärt Alexander Folz, Geschäftsführender Gesellschafter der Acradia Investment Group aus Leipzig, dass der komplette Grundriss verändert werden wird. So wird die Glaskuppel, die über drei Etagen für Licht sorgte, weichen, zwei neue Deckenteile werden den Lichtschacht schließen, um auf den beiden Ebenen mehr Verkaufsfläche und weniger luftigen Raum anzubieten. „Wir werden dabei nicht mehr Verkaufsfläche schaffen, denn die vierte Etage, die bisher von der Galeria Kaufhof alleinig genutzt wurde, für ein Fitnessstudio samt Skybar vorhalten”, macht Folz neugierig. Und in der Tat, ist dies das erste neue Highlight, über welches die künftige Otto-Dix-Passage Besucher aus Gera und Umgebung anlocken soll. „Wir werden die 1.900 Quadratmeter Dachfläche für eine Außenbar umbauen, damit wir ab Weihnachten 2020 über den Dächern Geras feiern, entspannen und köstlich dinieren können.” Auf gleicher Ebene werden drei Büroeinheiten mit je 300 bis 350 Qudratmeter Fläche entstehen. „Auch hier stehen wir schon in Verhandlungen.”

Auf der dritten Ebene, auf der sich aktuell unter anderem die öffentlichen Toiletten befinden, wird ein „Foodcourt” (Essensmeile) auf 700 Quadratmetern die Gäste nach ihrem Einkaufsbummel verköstigen. Auf der untersten Ebene (Eingang Bachgasse) wird das großzügige Atrium einem kleinen angemessenen Passagengang weichen. „Sowohl dieser als auch der Eingang von der Sorge aus, wird durch Drehtüren ersetzt, die beidseitig um barrierefreie Eingänge ergänzt werden. Die digitale Videowand vor dem unteren Eingang wird zurückgebaut. Sowohl die Fassade als auch die Anlieferung bleiben, wie sie sind.

20 bis 22 Geschäfte werden ab dem vierten Quartal 2020 für neue Einkaufserlebnisse sorgen. „Es ist unser Ziel, dass wir keine Dopplung von Konzepten haben wollen. Bisher sieht es ziemlich gut aus, dass wir in den künftigen 22 Geschäften mit den unterschiedlichsten Angeboten aufwarten können”, freut sich Folz.

Auf insgesamt 16.500 Quadratmetern werden sich künftig 1.200 Quadratmeter Bürofläche, 2.000 Quadratmeter Fitness, 2.300 Quadratmeter Skybar (inklusive Innenbereich) und 11.000 Qudratmeter Ladenfläche befinden.

Alexander Folz ist sich sicher, dass Gera ein starkes Einzugsgebiet hat und es sogar in einzelnen Teilen noch zu einer Unterdeckung kommt. „Wir wollen keinen hochkarätigen Tempel schaffen, sondern die breite Masse ansprechen, die sieben Tage die Woche, 12 Monate im Jahr, die Otto-Dix-Passage zum Bummeln, Flanieren, Aktiv werden und Entspannen nutzen wollen.”

Er ist ein Befürworter der Neuen Mitte und sieht darin auch die Chance für Gera, ein richtiges Zentrum entwickeln und sich von Innen heraus heilen zu können. „Es gibt andere Städte, die haben es in der Vergangenheit verpasst und verfügen heute über keinen richtigen Mittelpunkt, von dem aus sternenförmig die Stadt nach außen geht.

Alexander Folz weiß, wovon er spricht. Seit 22 Jahren ist er im Geschäft der Innenstadtentwicklung tätig. Von seinen Erfahrungen, Erkenntnissen und Zukunftsideen wird er am Dienstag, 18. Juni, ab 19 Uhr, zur Bürgerakademie 2019 „Zukunft Innenstadt: Handel – Stadtmarketing – Wirtschft”, initiiert und organisiert von Ja-für Gera berichten. Die Veranstaltung findet in der Stadt- und Regionalbibliothek statt. Nach der Begrüßung von Volker Tauchert wird die freie Beraterin Dr. Silvia Horn zu „Ist das Ladengschäft vor Ort ein Auslaufmodell? sprechen. Daran schließt sich Alexander Folz mit seinen Ausführungen zur „Bedeutung eines gesunden Innenstadtkerns für die Entwicklung einer Stadt” an.

Alle Details zur Bürgerakademie gibt es auf Seite 8 dieser Ausgabe. 

( Fanny Zölsmann, 12.06.2019 )

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