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Bedeutsames neues Biotech-Unternehmen ist „gelandet“

Da, wo in Gera-Leumnitz Flugzeuge, wenn auch nur selten, landen, ist das Gemeinschaftsunternehmen Biano GMP und Biano Science glanzvoll „gelandet“. Hier wurde ein hochinnovatives Biotech-Startup ins Leben gerufen, das künftig neuartige Wirkstoffe in Pharma-Qualität anbieten will. Europaweit gibt es dafür bisher offensichtlich nur zwei Hersteller dieser Art. Damit ist das, was gerade in Gera errichtet wird, besonders zukunftsträchtig. Jetzt wurde als weiterer Schritt der Reinraum der Biano GMP für die Wirkstoffproduktion in Betrieb genommen. Das gesamte Hightech-Projekt wurde und wird von Partnern getragen, so auch von der Geraer Firma Technologiecontor Dr. Merle Arnika Fuchs begleitet, beraten und unterstützt.

Wie die Geschäftsführer Dr. Tobias Pöhlmann und Dr. Rolf Günther erläuterten, haben die neuen Wirkstoffe das Potenzial, die Krebstherapie (z.B. bei Brustkrebs) zu revolutionieren und Krankheiten zu heilen, die bisher als „undruggable“, also nicht mit Wirkstoffen behandelbar galten. Die beiden Unternehmen, hervorgegangen aus einer Ausgründung der FSU Jena, teilen sich sinnvoll die Aufgabe nach dem Motto „One partner for the entire process“: Biano Science entwickelt die Wirkstoffe. Und Biano GMP wird nun nach Fertigstellung des Reinraums die Zertifizierung einleiten, um die Produkte arzneimittelkonform herstellen zu können. Die Produktionsweise nennt sich „Good Manufactoring practice (GMP), zu Deutsch „Gutes Herstellungsverfahren“.

Feierlicher Moment der Versiegelung. Zu ihr hat sich auch Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee eingefunden. Über dem Reinraum könnte als motivierendes Motto das Wort des englischen Philosophen, Essayisten und Staatsmanns Sir Francis Bacon (1561-1626) stehen, der die Methodologie der Wissenschaften entwarf: „Wer neue Heilmittel scheut, muss alte Übel dulden“. Der Reinraum (etwa 30 qm) verkörpert angewandte Wissenschaft zur Herstellung neuer Heilmittel. Abgeschirmt mit Sicherheitsglas lässt sich das Objekt nur durch eine Schleuse betreten. Und ohne Schutzkleidung geht schon gar nichts. Überdruck sorgt dafür, dass die Luft stündlich achtmal ausgetauscht wird und so rein bleibt.

Technologiecontor-Chefin Merle Arnika Fuchs hat sich wie andere Partner auch für das Gelingen des Projekts engagiert. Sie ist davon fasziniert, dass die von Biano Science entwickelten und von Biano GMP zu produzierenden Wirkstoffe eine unendliche Vielfalt ermöglichen. Fuchs beriet u.a. Pöhlmann, als dieser in Jena zu den neuen Wirkstoffen forschte und sie half vor zwei Jahren, das Gemeinschaftsprojekt zu gründen. Sie war des weiteren an der Entwicklung des Businessplanes sowie bei der Gewinnung von Investoren beteiligt.

Minister Tiefensee konnte sich bei einem Rundgang davon überzeugen, dass sich ein gut zusammenarbeitendes Team gefunden hat. Die Neugründung der beiden „Bianos“ als Hightech-Unternehmen ordne sich ein in den Prozess wirtschaftlicher Gesundung in Gera. Immer häufiger ist von Neugründungen die Rede. Gera sei ein hochinteressanter Standort. Das trage Früchte vor allem dann, wenn – wie im Beispiel Biano – mit Jenaer Forschungseinrichtungen kooperiert werde. In dem Zusammenhang ermunterte er das Unternehmen Technololgiecontor aktiv zu bleiben, um in Gera weitere Firmen anzusiedeln. Der Freistaat fördere das. Thüringen sei auf dem besten Wege, das Bundesland zu werden, wo besonders viel innovative Neugründungen zu Buche stehen.

( Harald Baumann, 12.03.2019 )

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