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Sven Schmidt zählt 60 Lenze

Sven Schmidt ist meines Erachtens kein gewöhnlicher Künstler, der sich in sein stilles Kämmerlein, in sein Atelier, zurückzieht, um mit Pinselschwüngen seinen Gedanken Ausdruck, Farbe, Tonalität, zu verleihen. Nein, Sven Schmidt, war und ist für mich ein Künstler, der auch tatsächlich sagt, was er denkt, der bewegen, aufreiben, rütteln möchte. Der sich beteiligt am Prozess der gesellschaftlichen Teilhabe.

Seit Jahren ist er ein stetiger Mitstreiter in Sachen Demokratie leben, ein Bundesprojekt, welches schon viele Namen trug, wenngleich es aber stets Nachhaltigkeit und zugleich Innovation in den Projekten einforderte. Nun denn, Sven Schmidt ging es Jahr für Jahr aufs Neue an, kreiierte kreative Projekte mit Schülern, von Postkarten über Bannern, von Plastiken im Park bis hin zu einem Buch, seiner neuesten Idee. Bei allen diesen Aktionen unternahm Schmidt gemeinsam mit den Kindern eine Reise auf dem Pfad der Demokratie, denn „sie sind offen, nicht verkopft und noch nicht vergesellschaftet”, spricht Sven Schmidt aus Erfahrung.

Das Buchprojekt liegt schon länger in seiner Schublade. Nun wird es Realität. „Das Buch soll einen Querschnitt demokratischen Denkens von Jung bis Alt geben. Gemeinsam mit Schülern der Pfortener und Bieblacher Grundschule, Schülern des Goethe-Gymnasiums und Erwachsenen, Politiker, Künstler, Menschen, werde ich dieses Werk erarbeiten”, erklärt er. Das Layout steht bereits fest. Während die linke Seite den literarischen Ergüssen, ob Gedicht, Geschichte oder Zitat, vorbehalten ist, wird ihr die künsterlische Seite in Form und Farbe gegenüberstehen, ob in Collage, Malerei oder Foto.

Und während Sven Schmidt sich auf der einen Seite gesellschaftlich engagiert, organisiert er auf der anderen Seite gemeinsam mit seinen beiden Kompagnons, Winfried Wunderlich und Peter Oeser, fünf Ausstellungen verteilt über das gesamte Jahr in der Galerie M1 am Mohrenplatz. Los geht es mit Monika Pellkofer-Grießhammer, die ihren 50. Geburtstag in diesem Jahr feiern wird. Sie gibt einen Abriss ihres Schaffens, ab 12. April bis 9. Juni. Gefolgt vom eben gerade erst 60 Jahre alt gewordenen Sven Schmidt, ich kann es gar nicht glauben. Er zeigt vom 14. Juni bis 28. Juli einen Querschnitt seines künstlerischen Wirkens der letzten Jahrzehnte. Mit dem Titel „Right off” will er erinnern an den schwarzen Musiker Miles Davis und dessen Song für Jack Johnson, dem ersten schwarzen Schwergewichtsboxer. Er will nicht nur erinnern, sondern auch damit etwas sagen, so wie er es immer tut. „Für Miles Davis war die Diskriminierung Zeit seines Lebens in Amerika ein Thema, daher genoss er die Zeiten, in denen er in Europa weilte, denn hier sei der Rassismus weniger zu spüren.”

Die dritte Ausstellung, die folgt, wird sich um Dix‘ 50sten Todestag mit dem Titel „Was bleibt? – Das bleibt!” drehen. „Es wird eine Gruppenausstellung, die wird über den Verband Bildender Künstler ausschreiben werden. Die Schau beginnt am 2. August.”

Jung, frisch, lebendig wird es mit Sibylle Grundeis aus Jena im Herbst werden. Nach ihrer Babypause meldet sie sich mit Malerei und Grafik zurück, zusehen vom 20. September bis 31. Oktober.

Schlusslicht und Glanzstück des Jahres, die viel umfeierte Ausstellung „24x Kunstweihnacht”.

Es könnte schon genug der Taten sein, doch für Sven Schmidt nicht. Am Donnerstag, 28. März, 19 Uhr, eröffnet die Ausstellung mit den Arbeiten im Rahmen seines Landesstipendiums im Landtag Erfurt. Sechs Tage, am Freitag, 22. März, 18 Uhr, zuvor eröffnet er seine Ausstellung zum Thema „Kreuzigung” in der Dornaer Kirche. Diese Ausstellung wird von einem Vortrag am Sonnabend, 30. März, 16.30 Uhr, begleitet zum Thema „Macht und Ohnmacht des Kreuzes”, Ministerpräsident Bodo Rahmelow soll anwesend sein.  

( Fanny Zoelsmann, 12.03.2019 )

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