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Effizientere Energie für Gera

Noch strömt heißer Dampf durch die Fernwärmeleitungen in Gera. Doch bald gehört diese Energieform der Vergangenheit an und auch in Gera werden die Anforderungen der Energiewende umgesetzt. Zwei neue Heizkraftwerke werden in Zukunft die Wohngebiete Lusan, Bieblach und die Innenstadt mit Wärme aus heißem Wasser versorgen.

Die Energieversorgung Gera (EGG) und ENGIE Deutschland (ENGIE) feierten am 1. Februar das Richtfest am Standort Tinz. Der Bau von insgesamt neun gasbetriebenen Blockheizkraftwerken (BHKW) an den Stadtorten Lusan und Tinz liegt gut im Zeitplan. Die Arbeiten am Rohbau und die Vorbereitungen für den Anlagenbau seien weitgehend abgeschlossen. Jetzt erfolgt der Innenausbau. Danach kann mit der Aufstellung der Anlagenkomponenten und dem Rohrleitungsbau begonnen werden.

Die Anlagen werden mit einer Leistung von insgesamt 145 MW thermisch und 40,5 MW elektrisch Wärme und Strom erzeugen. ENGIE, vormals GDF SUEZ, hat im November 2016 einhundert Prozent Anteile der EGG und der Kraftwerke Gera GmbH übernommen. Das Unternehmen ist einer der deutschlandweit führenden Spezialisten für gebäudetechnischen Anlagenbau, Anlagen- und Prozesstechnik, Facility Management und innovative Energiedienstleistungen. ENGIE Deutschland gehört zum französischen Mutterkonzern ENGIE SA, einem der weltweit führenden Unternehmen bei Strom, Erdgas und Energie. Insgesamt 46 Millionen Euro investiert ENGIE Deutschland in die Zukunft der Fernwärmeversorgung in Gera. Vorstandschef Manfred Schmitz lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt Gera, denn das Unternehmen ist seit nunmehr 16 Jahren an der EGG und der Kraftwerke Gera GmbH beteiligt. „Das ist die größte Investition, die ENGIE im letzten Jahr in Deutschland getätigt hat“, bestätigt er und freut sich, dass die bisherigen Bauarbeiten völlig unfallfrei vonstatten gingen. Weiterhin setzt er auf das Vertrauen, dass seinem Unternehmen entgegen gebracht wird und hofft auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Geraer Stadtverwaltung. Er bezeichnet die neuen Blockheizkraftwerke als ein Stück Realität und ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

Der EGG ermöglicht diese Investition, die Fernwärmepreise für die Kunden stabil zu halten und die Versorgung auf lange Sicht zu sichern. André Grieser, Geschäftsführer der EGG, erinnert an die drei charakteristischen Schonsteine, die ein Wahrzeichen der Stadt und das Symbol der Energieerzeugung mit Kohle in den 1960-er Jahren waren. Eben an dieser Stelle werde das neue Gebäude seinen Dienst tun. „Die bisherigen Heizkraftwerke mit einer Leitung von zweimal 38 MW waren hochrentabel, sind jedoch schon 22 Jahre im Betrieb. Für Mitte der 1990-er Jahre war das eine umweltfreundliche Technologie“, erklärt Grieser. Heute seien kleinere flexible Einheiten, wie etwa die neun Blöcke mit 40,5 MW effektiver, da sie auch in der Nähe der Lastschwerpunkte entstünden.

Die Umstellung von Dampf auf Heißwasser wird die Effizienz bei der Fernwärme erhöhen. Dafür investiert die EGG acht Millionen Euro in die Ertüchtigung der Fern- und Nahwärme-Netzstruktur.

Bis Ende des Jahres sollen beide Heizkraftwerke in Betrieb genommen werden. Der Standort in Lusan soll entsprechend der Planungen noch in diesem Jahr vollumfänglich die Wärme verlustoptimiert zu den Kunden bringen.

Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn ist eine von 70.000 Kunden der EGG und dankt den 200 engagierten Mitarbeiten des Unternehmen. Energie sei wichtig für Gera, für eine Stadt, die wächst. Das seinen „geistige Energie, körperliche Energie und eben auch elektrische Energie.“ Sie lobt die zukunftsfähige Aufstellung und bezeichnet das Projekt als „eines der größten Energieinvestitionen in unserer Stadt.“

Corinna Müller von der Pressestelle der EGG freut sich, dass im Zuge der Umstellung auf Heißwasser, die überirdischen Dampfleitungen nach und nach verschwinden werden, sicher auch ein wichtiger Punkt für ein schöneres Geraer Stadtbild.

( Wolfgang Hesse, 10.02.2018 )

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