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Das Original zieht wieder seine Kreise

Irgendwie hatte ich etwas vermisst, am Dienstag vor einer Woche wurde zwar der Weihnachtsbaum traditionell auf dem Markt gesetzt, aber wo war die übermannsgroße Wippe, die einer Waage glich? Auf der einen Seite der Weißbart sitzend und auf der anderen Seite die Schokolade stapelnd, um den Gegenübersitzenden in selbige aufzuwiegen? Es fand nicht statt. Einfach so?! Ausgefallen? Nein, es gab dafür eine Begründung, wobei diese schon ein gutes Jahr zurückliegt. Kerstin Pudig von der Liberalen Allianz habe in die Kerbe einer erzürnten älteren Dame geschlagen, die sich über die Reichung einer ganzen Tafel Schokolade vom Rotmantel an ihr Enkelkind empörte. Es sei zu viel Schokolade und wäre sodann ungesund. Die Vorsitzende der Fraktion Liberale Allianz meinte indes, Obst – die gesunde Alternative – solle fortan der Geraer Weihnachtsmann bringen. Nun, die Wette – das Geraer Original in Schokolade aufzuwiegen – war vom Tisch. Im Übrigen war es die letzten Jahre schon ein recht heikles Thema, die 42 Mitglieder des Stadtrates zu überzeugen, 140 Kilogramm – so viel wiegt der stattliche Rotmantel – in Schokolade aufzubringen.

Für den Geraer Weihnachtsmann stand für 2017 fest, es wird keine Wette geben. Aber lumpen lassen wollten sie sich dann doch irgendwie auch nicht, also haben so fast alle Fraktionen und auch Nicht-Fraktionen ihre Stiegen einzeln und ohne viel Aufhebens gespendet. „Die Liberale Allianz – sie blieb sich treu – und die Bürgerschaft haben einen Scheck im Wert von 20 Kilogramm Obst überreicht, Linke und CDU übergaben jeweils 180 Euro, die SPD je zwei Stiegen Schokoladenmischbeutel und Schokoladenweihnachtsmänner, die FDP einen Sack voll Schokolade und die AfD 20 Kilogramm in Schokolade. Ebenfalls Selgros, Globus und Gewerbetreibende des Weihnachtsmarktes haben gespendet”, zählt der Geraer Weihnachtsmann, alias Heiko Reichelt, auf.

Sodann, auch dieses Jahr ist gesichert und der Weihnachtsmann kann wie gewohnt seine Runden drehen und täglich 16 Uhr die Kinder zur Sprechstunde auf der Bühne empfangen. Um dies auch gebührend tun zu können, hat er sich nicht lumpen lassen und sich in ein komplett neues Samtkleid geworfen. Genäht von Engelbert Sieler, vom Kostümverleih Nostalgie, leuchtet der Geraer Weihnachtsmann nun in einem satten, auffälligen Rot. „Auch der Bart ist in diesem Jahr neu”, so Heiko Reichelt, der das Kostüm in Eigenregie finanziert. „Das alte Kostüm war über zehn Jahre alt, es war Zeit für ein neues”, sagt er. Neu ist im diesen Jahr auch der Sessel auf der Bühne, gestellt von Theater & Philharmonie Thüringen. Bekannt aber noch keineswegs alt – der ehrwürdige Schlitten aus dem letzten Jahr, wird auch den diesjährigen Märchenmarkt aufwerten. Ab und zu wird ihn auch sein Lehrling und Wichtel Simon begleiten, damit er eines Tages in seine Fußstapfen treten kann.

Neben den täglichen Runden, Sprechzeiten und dem traditionellem Wichtelumzug wird der Geraer Weihnachtsmann auch bei ein paar Firmenweihnachtsfeiern, Kindertagesstätten, Grundschulen und an Heiligabend bei dem ein oder anderen persönlich zu Hause vorbeischauen. „Auch in Selgros werde ich am heutigen Sonnabend und am 20. Dezember umherwandeln und auch beim diesjährigen zweiten Babyempfang der Oberbürgermeisterin”, zählt der Rotmantel seine Termine auf. Und da ein Weihnachtsmann nie zu spät kommt, kann er sich auch in diesem Jahr auf seinen motorisierten Schlitten – gestellt und gesponsert von der Garant Autovermietung – verlassen. 

( Fanny Zölsmann, 02.12.2017 )

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