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Neue Heimstatt für den Reitverein

Am Jahresende wird es für den Reitverein Gera/Thüringen eine neue Heimstatt geben. Mitte Mai wurde dafür im Reitstadion Gera-Milbitz feierlich der Grundstein im Fundament des künftigen neuen doppelstöckigen Vereinsgebäudes gelegt. Unter dem Beifall von Mitgliedern des Reitvereins und am Bau beteiligte Planer und Firmen versenkten Birgit Keller, Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, und Vereinsvorsitzende Sabine Beikirch die Hülse mit Zeit- und Vereinsdokumenten sowie einigen Münzen.

„Was für ein schöner Tag heute!“, rief Sabine Beikirch freudig in die Runde. Denn die Zeit des Vereinslebens, die nach dem verheerenden Hochwasser vor vier Jahren eher ein Notbetrieb gewesen sei, gehöre nun bald der Vergangenheit an. Alle hätten durchgehalten, blieben bei der Stange. So bedeutete das Hochwasser, das dem Vereinsgelände schlimm mitspielte, nicht das Aus des Vereins. Ein großes Dankeschön der Vereinsvorsitzenden galt deshalb den mehr als 100 Mitgliedern für ihr vielseitiges Engagement. Sie sorgten sogar dafür, dass der Übungsbetrieb für über 50 Kinder weitgehend beibehalten werden konnte.

Das neue Vereinsgebäude mit Schulungs- und Haustechnikraum im Süden des Reitstadions, dessen Rohbau Ende Juni stehen soll, ist der Beginn eines ganzen Paketes von Wiederaufbaumaßnahmen und zum Hochwasserschutz auf dem Gelände. Der Ersatzneubau ist mit rund 750.000 Euro veranschlagt und wird hundertprozentig aus dem Hilfefonds von Bund und Land Thüringen finanziert. Wie Planer Marco Weise von der Bauplanungsgesellschaft Beierlein + Weise erläuterte, würden diverse Infrastrukturarbeiten erledigt. Des weiteren soll die 2800 Quadratmeter große nahe der Elster gelegene Reithalle auf den südlichen Teil des Platzes umziehen und mit dem neuen Vereinsgebäude und Dressurplatz verbunden sein. Doch das werde in diesem Jahr nicht mehr zu schaffen sein. Man baue aber immer noch im Flutgebiet und deshalb habe man das zu verwendende Baumaterial daraufhin ausgewählt.

Das Reitstadion wird im nächsten Jahr ein völlig anderes Gesicht bekommen und nicht mehr so aussehen, wie es die Geraer und viele Gäste vor dem Hochwasser und den vielen Jahren mit nationalen und internationalen pferdesportlichen Höhepunkten kennen, die im Gelände ausgetragen wurden. Doch langsam könne man wieder den Blick auf sportliche Events richten, die auch über Thüringen ausstrahlen, meint Sabine Beikirch. Und weiß dabei die tüchtigen Vereinsmitglieder an ihrer Seite.

Mit den umfangreichen Maßnahmen zum Hochwasserschutz sei optimal Vorsorge dafür getroffen, dass sich Naturkatastrophen in solchem Umfange nicht wiederholen können, betonte Ministerin Keller. Darum seien die Fördermittel, letztlich Steuermittel aller Bürger, gut angelegt. Nach dem Hochwasser 2013, so Keller, wurden und werden in Thüringen 5900 umfangreiche Schutzmaßnahmen erledigt, wofür 330 Millionen Euro ausgegeben werden. Im Raum Gera spricht sie von rund 200 Maßnahmen.

( Erika Baumann, 20.05.2017 )

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