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Eine Sternwarte für Liebschwitz

Eigentlich wollte Ronny Elsner, der Vorsitzende des Vereins Astronomisches Zentrum Gera e.V., die alte Sternwarte der Stadt wiederbeleben. Doch die Träume zerschlugen sich, als das Gebäude mit Sternwarte im Jahr 2014 von der Stadt verkauft wurde. Doch den Kopf in den Sand stecken, kam für den Hobbyastronomen nicht in Frage, da man schließlich nach den Sternen greifen wollte. So gründete er Ende 2015 mit Gleichgesinnten den Verein um Interessierten die Himmelswelt näher bringen zu können.

So entstanden in kurzer Zeit das 360 Grad Kuppelkino und Räumlichkeiten in denen es ein breit gefächertes Angebot in den Bereichen Bildung, Astronomie, Forschung und Technik geben wird. „Es ist sehr schön zu erleben, was wir erreicht haben und das es so gut angenommen wird“, weiß Elsner stolz zu berichten. So ist man mittwochs im Regelbetrieb angekommen und hat hier um 17 Uhr eine Vorstellung. Doch obwohl alles in ehrenamtlicher Arbeit geführt wird, ermöglicht man es auch Kindergartengruppen und Schulklassen, die Astronomie bei einem Besuch besser kennenzulernen. „Nicht nur Geraer Kids kommen zu uns, sondern aus dem gesamten Umland haben wir Anfragen und Besuche von Schulklassen“, erklärt Elsner weiter. Jetzt ruht man sich aber nicht aus, sondern setzt weitere Ideen in die Tat um. So hat der Verein seinen ersten eigenen Film für das Kuppelkino produziert. „Wir haben mit dem Autor Kontakt aufgenommen und aus seinem Buch „Benny das Knuddelmonster – Mit Apollo 22 zum Mars“, einen 40minütigen Film gemacht.”

Die Arbeit des Vereines spielt sich nicht nur in den Räumlichkeiten in der Leipziger Straße ab. So bringt man mit Projekten an Schulen viel Energie für Öffentlichkeitsarbeit auf und führt Gespräche mit der Hochschule Gera-Eisenach. Hier gibt es Überlegungen als Praxispartner in den Bereichen Automatisierungstechnik und Softwareentwicklung tätig zu werden. Weitere gemeinsame Ansätze gibt es zu dem im Bereich Drohnen-Führerschein. Diese erobern unseren Alltag und seit internationale Firmen daran arbeiten, Drohnen z.B. als Lieferanten einzusetzen wird ein Führerschein für die Flugobjekte immer wahrscheinlicher. „Die Behörden werden mit Gesetzen reagieren und auch die Flugsicherung weiß, dass sie hier tätig werden müssen. Spätestens dann sollte dies in bestimmte praktische Ausbildungen einfließen“, erklärt Ronny Elsner, der hauptberuflich Softwareentwickler ist und mit seinen Erfahrungen viel zu einem solchen Projekt beitragen könnte. Noch ist das Zukunftsmusik, aber der Verein und die Hochschule arbeiten an einer Zusammenarbeit. Für Ronny Elsner ist dies schon lange nicht mehr nur Vereins- und Hobbyarbeit, sondern eine Berufung, was man auch an dem Blitzen in seinen Augen sieht, wenn er über die Projekte des Astronomischen Zentrums spricht. „Ich habe lange gesucht und jetzt meine Leidenschaft gefunden. Für diese brenne ich und meine Frau muss mich manchmal ausbremsen. Durch das Zusammenspiel der Menschen mit den gleichen Interessen bringt uns das eine zu neuen Ideen, die wir auch umsetzen wollen. Mein Tag ist daher viel zu kurz, aber durch die Zusammenarbeit im Verein und das Interesse von Firmen, Schulen und anderen Vereinen wächst durch unser Hobby etwas zusammen, wodurch man am Ende viel bewegen und verwirklichen kann“, erzählt Elsner voller Tatendrang.

Hauptbaustein und somit Top Projekt bleibt aber auch weiterhin die Sternenwarte. Die alte ist Geschichte und so gibt es jetzt bereits Pläne für einen Neubau in Gera-Liebschwitz. Wir haben uns mit anderen Sternwarten besprochen und bekommen zudem große Hilfe von der unserem Partner dem Consulting und Technology Services. Das Grundstück für einen Neubau ist gesichert, die Pläne zum Bau liegen vor und jetzt geht es an die Finanzierung des Projektes. Kuppel und Instrumente sollen von der alten Sternwarte genutzt werden und müssen somit umziehen. Der Neubau dazu ist erst einmal mit ca. 150.000 Euro veranschlagt. Das erschreckt im Verein aber niemanden. „Wir sind da guter Dinge und haben für diese Prozesse sehr viel Hilfe. Wir sind zuversichtlich, bereits Ende 2018 in Liebschwitz die neue Sternwarte in Betrieb nehmen zu können“, erzählt Elsner, der sich, wie alle Mitwirkenden sicher ist, dass dies so umgesetzt wird. Für Vorarbeiten zum Bau der Sternwarte ist jedoch auch eine Anschubfinanzierung notwendig. Daher ist der Verein jetzt unterwegs um Spenden zu sammeln. Hierbei geht man nicht nur den herkömmlichen Weg und spricht Firmen und Privatpersonen an, sondern man nutzt zudem eine Spendenplattform im Internet: www.betterplace.org/p53148 

( Lars Werner, 20.05.2017 )

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