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Einen SchuB nach vorn

Es war längst an der Zeit, wenn nicht sogar schon allerhöchste Not, dass sich die Elternschaft schulpflichtiger Kinder und Jugendlicher in Gera zusammenschließen, um „gemeinsam für die Bildung der Kinder dieser Stadt einzustehen” – so ihr Leitspruch. „Die Bemühungen dafür gab es schon recht lange, aber es ist immer wieder an irgendwelchen Dingen gescheitert”, gesteht Andreas Enger, Sprecher des SchuB. Er selbst ist Elternsprecher und Schulelternsprecher in der Grundschule Zwötzen, stellvertretender Kreiselternsprecher und nun auch Sprecher des Schulelternbeirates (SchuB). Andreas Enger ist als stellvertretender Kreiselternschulsprecher in Sachen Grundschulen für den Raum Gera und Ostthüringen zuständig. „Eigentlich gibt es für alle Schularten einen eigenen Kreiselternsprecher, hier in Gera fanden sich aber leider bisher zu wenig Aktive”, so Enger weiter.

Nun denn, jetzt haben sich die Aktiven, die etwas für Gera in Sachen Bildung bewegen wollen in einem neuen Gremium zusammengeschlossen – auf Kindertagesstättenebene kennt man dies schon länger, dieser Beirat nennt sich STEB und ist in Gera seit einigen Jahren sehr präsent.

So wie der STEB versteht sich auch der SchuB als Interessenvertretung, die die Verbindung zwischen den Elternvertretern aller Schularten und dem Schulträger herstellt. Der SchuB Gera besteht aus den gewählten Vertretern der Grund- und Regelschulen, der Integrierten Gesamtschule, der Gymnasien sowie dem Förderzentrum und der Berufsschulen. Insgesamt 24 Elternsprecher und dessen Stellvertreter gehören offiziell dem SchuB an. Neun von ihnen wurden Ende März in das Sprechergremium gewählt. Neben Andreas Enger steht Anke Wicht als stellvertretende Sprecherin. Ihr Wirkungskreis ist das Liebe-Gmynasium. „Mir fehlt eine tatsächliche Beteiligung als Eltern. Als Schulelternsprecher darf ich zwar Stellung zum Schulnetzplan beziehen, aber weder erhalte ich ein Feedback noch ein Resultat. Was passiert mit den Stellungnahmen, verschwinden diese in der Statverwaltung, werden nur die besten ausgewählt und dann in den Ausschuss weitergereicht? Am Ende erfahren wir nichts”, kritisiert Anke Wicht und hofft nun auf mehr Kommunikation, Transparenz und Interaktion.

Mit einem Sitz im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport erhofft sich der SchuB tatsächlich mehr mitwirken und mitreden zu können. Dafür braucht es natürlich einen Stadtratsbeschluss, damit die Geschäftsordnung des Ausschusses dahingehend abgeändert werden kann. „Wir wollen mit allen Fraktionen reden, um noch vor der Sommerpause den Beschluss durch den Stadtrat zu bekommen”, erklärt Andreas Enger das erste Ziel des neugegründeten Beirates. Übrigens der STEB ist mit zwei Sitzen im Jugendhilfeausschuss vertreten.

Aktuell kursiert bereits ein Beschlussvorhaben von der Fraktion DIE LINKE, das vorsieht jeweils eine Schüler- und eine Elternvertretung mit einem Sitz im Ausschuss auszustatten. Das übergeordnete Ziel des SchuB ist es, alle Schulen in Gera gleichstark voranzubringen. „Keine Schule ist wichtiger als die andere”, betonen sie im Gleichklang. „Das Ziel der Vernetzung ist es, den Gedanken- und Informationsaustausch der Schulelternsprecher, den Kontakt zum Schulträger und die Zusammenarbeit mit anderen Interessenvertretungen im Sinne der Bildung zu fördern und zu organisieren. Der SchuB macht es sich zur Aufgabe, Anregungen oder auch Bedenken von Eltern aufzunehmen und zu vermitteln”, führt Andreas Enger aus.

Nicht alles, was den Eltern aufstößt ist Kommunensache. So stört sich Daniela Baum, deren Tochter die Pfortener Grundschule besucht, mächtig am dort herrschenden Lehrermangel. „Sowohl die Direktorin als auch ihre Stellvertreterin haben eigene Klassen und damit immer weniger Zeit, um Organisatorisches zu klären oder Gespräche zu führen”, bringt es Daniela Baum, ebenfalls Mitglied im Sprechergremium, auf den Punkt. Sie ist genauso wie die anderen bereits seit der Kita-Zeit ihrer Kinder Mitglied im Elternbeirat. Daniela Baum gehörte zu ihrer Zeit auch dem STEB-Vorstand an. „Ich wollte immer etwas für die Kinder schaffen. Für mich ist es wichtig, für die Kinder ein funktionstüchtiges Umfeld zu schaffen”, erklärt sie ihre Intention.

Eltern, die auch aktiv der Bildung einen „SchuB” geben wollen, können sich dem Gremium anschließen. Einen derzeitiger Kontakt gibt es über facebook oder SchuB-Gera@freenet.de. Eine weitere Zusammenkunft des SchuB ist vor den Sommerferien noch geplant. Den genauen Termin gibt Neues Gera rechtzeitig bekannt.

( Fanny Zölsmann, 22.04.2017 )

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