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Ein Café der Begegnung

Seit 2009 setzt sich der Verein „Hilfe für Behinderte Gera e.V.“ in Lusan für eine Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderung ein. Iris Zillig, selbst seit sieben Jahren pflegebedürftig, hatte die Idee, den Verein zu gründen. Von Anfang an arbeitet sie aktiv mit und wurde zur Vereinsvorsitzenden gewählt. „Wir organisieren und bieten verschiedene Hilfeleitungen für Behinderte, deren Angehörige, sowie auch Senioren an. Das betrifft das Wohnumfeld, Hilfe bei der Wohnungssuche, Umzügen und Renovierungsarbeiten und nicht zuletzt die Möglichkeit, die Menschen am gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben teilhaben zu lassen“, erklärt Iris Zillig. Doch dies ist der aktiven Frau noch nicht genug. So entstand die Idee, die Räumlichkeiten in der Rudolstädter Straße 7 zu erweitern. In den Vereinsräumen finden derzeit regelmäßig Sprechzeiten und Zusammenkünfte für Behinderte und Vereinsmitglieder statt. Weihnachten, Ostern oder Halloween werden hier gemeinsam begangen. Seit dem 8. April öffnet zusätzlich ein Café für Behinderte und Nichtbehinderte seine Türen und hat täglich von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Iris Zillig hofft, dass Lusaner auf ihren Weg zum Einkaufszentrum hier vorbeikommen und miteinander ins Gespräch kommen. Es soll der Austausch untereinander fördern und einfach ein Erzählcafé sein. Das Angebot reicht von Tee, Kaffee und Kuchen bis hin zu Herzhaftem, wie belegten Brötchen. Ideen für musikalische und literarische Abende, verbunden mit einem Menü gibt es bereits. Die Einnahmen kommen allein dem Verein zu Gute.

Doch das ist noch nicht alles, was sich der Verein im achten Jahr seines Bestehens vorgenommen hat. Neben der Pflegeleistung nach Paragraph 45a im Wohnumfeld darf der Verein in Kürze einen Behindertenfahrdienst anbieten. Die dafür notwendigen Schritte sind bereits eingeleitet. Edgar Kaidel und Mirko Scholler wurden damit beauftragt. Beide sind Vorstandsmitglieder des Vereins und bringen Erfahrungen aus ihrer Arbeit beim Deutschen Roten Kreuz mit.

„Wir werden zunächst unsere Vereinsmitglieder fahren, bieten aber auch Dialyse-Fahrten und behindertengerechte Transporte an“, weiß Edgar Kaidel. „Damit haben auch Behinderte eine Chance, die bisher nicht berücksichtigt wurden.“ Ein Kleintransporter ist bereits bestellt. Er wird über Spenden, Aufkleber und Logos finanziert. Noch kann Kaidel keinen Starttermin nennen. „Einige Genehmigungsverfahren sind noch nicht abgeschlossen und das Fahrzeug muss noch behindertengerecht umgebaut werden. Wir rechnen aber fest mit einem Beginn im Juni oder Juli diesen Jahres“, ist er sich sicher.

Iris Zillig freut sich über den Zuspruch der Öffentlichkeit für die Arbeit des Vereins. Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn lobte während der Eröffnung das Engagement, die Liebe und das Herzblut für solch eine wichtige Aufgabe.

„Wir erleben während unserer Arbeit regelmäßig Situationen, die uns das Herz zerreißen“, bemerkt Iris Zillig. „Selbst hier im Stadtteil gibt es Menschen, die ohne Verschulden ins soziale Abseits geraten sind. Wir versuchen diesen Menschen, ob behindert oder nicht, wieder einen Lebenssinn zu vermitteln, helfen ihnen bei Behördengängen und nehmen ihnen die Angst. Hierbei arbeiten wir eng mit dem Katholischen Hilfswerk Caritas zusammen“, erklärt die Vereinsvorsitzende und bittet um Spenden und Unterstützung für die Arbeit des Vereins.

( Wolfgang Hesse, 22.04.2017 )

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