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Neues

Gera

Seite 2

Freitag, 16. Oktober 2020

Herausgeber:

Verlag Dr. Frank GmbH,

Ludwig-Jahn-Straße 2, 07545 Gera,

(0365) 4 34 62 50, Fax: (0365) 4 34 62 98

Internet:

www.neuesgera.de

Redaktionsleitung:

Fanny Zölsmann

(0365) 4 34 62 54, Fax: (0365) 4 34 62 97

E-Mail:

neuesgera@verlag-frank.de

Anzeigenleitung:

Sigrid Walther

(0365) 4 34 62 58, Fax: (0365) 4 34 62 80

E-Mail:

anzeigen@verlag-frank.de

Zur Zeit ist die Preisliste Nr. 14 vom Januar

2020 gültig.

ISSN 0944-7326

Redaktionsschluss:

Mittwoch, 17 Uhr;

Anzeigenschluss:

Donnerstag, 15 Uhr

Satz:

Gebr. Frank GmbH & Co. KG

Druck:

Schenkelberg Druck Weimar GmbH

Vertrieb:

Zustellservice Raatz GmbH

Neues Gera

erscheint wöchentlich, mitt-

wochs; Schieberecht an Feiertagen. Auflage

54.500. Verteilung kostenlos an Haushalte

und Betriebe in Gera.

Streifbandexemplar jeAusgabe 2,35

, incl. MwSt.

Kommentare und Leserbriefe geben die

Meinung des Verfassers wieder und keine

Stellungnahme der Zeitung. Für den Inhalt

der Anzeigen und Beilagen zeichnen die

Auftraggeber verantwortlich.

Neues

Gera

Beilagenhinweis

Gera (NG).

Wir möchten un-

sere Leser darauf hinweisen, dass

von uns nicht benannte Beilagen

nicht in unseremVerantwortungs-

bereich liegen. Der aktuellen Aus-

gabe liegen die Teilauflagen bei:

Action, Autohaus Hempel, Auto-

Planet, Bauhaus, Fressnapf, LVM,

REWE, Unser Zwötzen.

Nein zur AfD

Gera (NG).

Das Aktionsbünd-

nis „Gera gegen Rechts“ unter-

stützt den Aufruf von Aufenthalt

zu einer Kundgebung am Freitag,

16. Oktober, 17 Uhr, auf demMu-

seumsplatz. Hintergrund ist eine

Veranstaltung der AfD, die sich

gegen die aktuellen Corona-Auf-

lagen wendet. Das Aktionsbünd-

nis ruft alle Einwohner auf, den

unverantwortlichen Aktivitäten

der AfD, welche die Gesundheit

aller Bürger gefährdet und den

Zusammenhalt selbiger zu spalten

versucht, entschieden eine Ab-

fuhr zu erteilen. Es ist ein Gebot

der Stunde, klar zu zeigen, dass

die große Mehrheit der Bevölke-

rung dieses fahrlässige Verhalten

missbilligt und Gera eine verant-

wortungsbewusste,

fortschritt-

liche und tolerante Stadt ist.

Corona in Gera

Gera (NG).

Mit Stand, 9. Okto-

ber, 12 Uhr, sind von den 161 an

Geraer Schulen durchgeführten

Tests zwei positiv und 136 ne-

gativ. 23 Ergebnisse stehen noch

aus. Es wird darum gebeten,

von Nachfragen – auch an der

Bürgerhotline – abzusehen. Für

Personen, die unter Quarantäne

stehen, wurde zudem wieder die

Nachbarschaftshilfe ins Leben

gerufen:

8383022 oder per

Mail an nachbarschaftshilfegera@

gmail.com. Ebenfalls ist das Bür-

gertelefon aktiviert:

8383526;

montags bis freitags, 9 bis 12 Uhr,

montags bis donnerstags, 13 bis

17 Uhr, freitags von 13 bis 15 Uhr.

Soforthilfe

Gera (NG).

Mit 1.500 Euro

Soforthilfe unterstützt die Spar-

kasse Gera-Greiz den Athle-

tic-Sport-Club Ronneburg e.V.,

der kürzlich bei einem Großbrand

seine Trainingsstätte verloren hat.

Die Polizei schließt Brandstiftung

nicht aus und schätzt den Schaden

auf 200.000 Euro. Mehr als 300

Kinder, Jugendliche und junge Er-

wachsene trainieren normalerwei-

se hier. Verschiedene Kampfsport-

arten, Fitness und Tanzen werden

dort angeboten. Für die Beschaf-

fung von Trainingsmaterialien ist

ein Spendenkonto bei der Spar-

kasse Gera-Greiz eingerichtet,

Kontonummer

DE53 8305 0000

0000 221457

; Verwendungszweck

„Soforthilfe“.

DKB und Staatsballett schließen neuen Sponsoringvertrag

Gera (NG).

Das amTheater Altenburg Gera beheimateteThüringer Staatsballett blickt auf die Spielzeit 2019/20

zurück, die bis Mitte März überaus erfolgreich verlief. Besonders die dreiteilige Neuproduktion „Impulse“ aus

den Choreografien „ZERO“ von Nanine Linning, „Bolero“ von Ihsam Rustem und „SYNC“ von Nils Christe

erfreute sich beim Publikum großer Beliebtheit und wurde von der Presse gelobt. Dass dieser aufwändige Bal-

lettabend realisiert werden konnte, ist auch der finanziellen Unterstützung durch die Deutsche Kreditbank AG

(DKB) zu verdanken. Es ist ein wunderbares Zeichen von Verbundenheit, dass die DKB nun das bereits seit

2012 bestehende Engagement für das Thüringer Staatsballett fortsetzt. Mit einer Summe in Höhe von 25.001

Euro wird in der Spielzeit 2020/21 die vielseitige Arbeit des Balletts gefördert. Für die Zeit bis zum Sommer 2021

sind weitere Premieren in Planung, die bald auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

Von Wolfgang Hesse

Für viele junge Mütter in Gera sind

sie wahrhaftige Engel geworden, die

freiwilligen Helfer aus dem Famili-

enzentrum Bieblach. Seit 2015 gibt

es wellcome in Gera. Katharina Phi-

lipp hat diese Initiative nach Gera

geholt.

Als eine moderne Nachbarschafts-

hilfe für Eltern, helfen die ehrenamt-

lichen Engel im ersten Jahr nach der

Geburt der kleinen Erdenbürger für

einige Monate ganz unbürokratisch

im Familienalltag. Das ist meist der

Fall, wenn Familie, Freunde oder

Nachbarn den jungen Eltern nicht

zur Seite stehen können. Die Eh-

renamtlichen spenden Zeit, sie be-

treuen das Baby, sie betreuen das

Geschwisterkind, sie gehen mit der

Mama zu Terminen, begleiten und

helfen ihr also ganz praktisch. Sie

schaffen freie Zeit, damit die Mama

sich mal ausruhen, sich mal um das

größere Kind kümmern kann oder

einfach mal Zeit für sich hat.

Im Oktober dieses Jahres schau-

en die wellcome Engel aus Gera

auf fünf Jahre zurück. „Insgesamt

34 Ehrenamtliche haben in diesem

Zeitraum über 1.950 Stunden ihrer

Zeit an Familien verschenkt“, so Ko-

ordinatorin Katharina Philipp, So-

zialpädagogin im Familienzentrum

Bieblach, einer Einrichtung des Ver-

eins Schlupfwinkel und Sorgentele-

fon Gera e.V. Aktuell betreuen acht

Ehrenamtliche sieben Familien.

Heidrun Trippens ist von der er-

sten Stunde an dabei. Die ehemalige

Lehrerin hat nach ihrem Umzug

von Weida nach Gera eine Aufgabe

im Rentendasein gesucht. „Ich liebe

den Umgang mit Kindern. Meine

Enkel wohnen weit weg und so un-

terstütze ich gern junge Familien“,

berichtet die 70-Jährige. „Ich freue

mich über die Dankbarkeit, die

mir entgegengebracht wird. Noch

Monate oder Jahre danach habe ich

mit den Familien Kontakt. Es macht

Spaß zu sehen, wie sich die Kinder

entwickeln.“

Auch Nicole Berg ist ein Engel.

Seit 2018 gehört sie zu wellcome.

„Einfühlsame Gespräche helfen den

jungen Eltern oder alleinerziehen-

den Müttern sehr. Bestätigung und

Zuspruch ist für das seelische Wohl-

befinden wichtig, Vertrauen schen-

ken und ein Stück die Unsicherheit

nehmen, ebenso“, sagt sie, die über

19 Jahre im Sozialumfeld gearbei-

tet hat und aktuell ein Pflegekind

zu Hause betreut. „Den Umgang

mit kleinen Kindern mag ich sehr.

Jedoch wenn unsere Kompetenzen

die Möglichkeiten übersteigen,

dann suchen wir zusammenmit den

Familien professionelle Hilfe. Den

Weg zum Jugendamt als Beispiel ge-

hen wir gemeinsam und nehmen so

den Betroffenen die Angst.“

In der Regel liegt der Betreuungs-

zeitraum zwischen einigen Wochen

und einem Dreivierteljahr. Wö-

chentlich ein- bis zweimal besu-

chen die Ehrenamtlichen für zwei

bis drei Stunden „ihre“ Familien.

„Das ist für alle eine überschaubare

Zeit. Jede Ehrenamtliche kann ent-

scheiden, ob sie eine neue Familie

oder erst einmal eine Pause haben

möchte“, erklärt Katharina Philipp.

Die dreifache Mutter hat selbst die

Hilfe von wellcome bei ihrem zwei-

ten und dritten Kind in Anspruch

genommen. Seither betrachtet sie

das Angebot noch viel stärker aus

den Augen der Familien, die den

Mut haben sich auf das Abenteuer

einzulassen und bewundert jeden

Engel in diesem Projekt, der sich

bereit erklärt, von seinem kostbaren

Gut „Zeit“ etwas für andere zu in-

vestieren.

Richtig stolz sind Ulrike und Rein-

hard Löffler, dass sie fast mühelos in

den Familien als „Oma und Opa“

aufgenommen werden. Während

sich Ulrike Löffler um den Neuzu-

gang in der Familie kümmert, be-

schäftigt sich ihr Ehemann mit den

älteren Geschwistern. Beide bilden

ein Engelteam und haben zudem

noch Zeit für die Betreuung einer

Familie im SOS-Kinderdorf. Seit

fünf Jahren engagieren sich beide.

„Wir sind gern mit Kindern zusam-

men, man bleibt jung und es kom-

men sogar Erinnerungen aus der

eigenen Kindheit zurück“, gesteht

Ulrike Löffler. „Es ist ein schöner

und erlebnisreicher Ausgleich zum

Ruhestand“, ergänzt der 72jährige

Reinhard Löffler.

„Wellcome“ gehört zu den Ange-

boten der Frühen Hilfen der Stadt

Gera und wird von der Stadtverwal-

tung und aus Spendengeldern des

Vereins Schlupfwinkel und Sorgen-

telefon e.V. finanziert.

Jeder neue mithelfende „Engel“ ist

willkommen, denn aktuell gibt es

eine steigende Nachfrage. Wer Lust

hat, ein wenig Zeit zu verschenken

und jungen Familien zur Seite zu

stehen, kann sich gern bei Katha-

rina Philipp über

8336861 oder

über

gera@wellcome-online.de

er-

kundigen.

Schnelle Hilfe im Familienalltag

Seit fünf Jahren unterstützen ehrenamtliche „wellcome Engel“ junge Eltern

(Fortsetzung von Seite 1.)

Gibt es weitere Gründe, die für

die Anschaffung von sechs plus

sechs Bahnen sprechen würden?

Ich denke, der Erkenntnisgewinn

liegt darin, dass die Beschaffung

von zunächst sechs Straßenbahnen

mit einer Option auf bis zu sechs

weitere Straßenbahnen die Flexi-

bilität für die GVB schafft, um auf

zukünftige Gegebenheiten wie z.B.

unsere Einwohnerentwicklung oder

auch einer gleichmäßigen Ausla-

stung des Werkstattpersonals der

GVB entsprechend besser reagieren

zu können, finanzielle Spielräume

der Stadt berücksichtigt und die

finanzielle Belastung des GVB auf

einMaximum reduziert, wirtschaft-

lich und gleichzeitig insgesamt das

rechtssicherste Variante ist. Inso-

fern ist möglicherweise auch eine

Erkenntnis, dass die Fraktionen der

CDU, Bürgerschaft und Für Gera

sowie der AfD diejenigen sind,

die an Sachargumenten orientiert,

kompromissbereit nach einer Lö-

sung gesucht haben, um schnellst-

möglich eine Beschaffung der heute

schon, also noch vor Beschluss des

neuen Nahverkehrsplans, sicher

notwendigen Anzahl von sechs

Straßenbahnen zu realisieren.

Welches Resümee ziehen Sie

dann aus der bisherigen Debatte?

Es gilt wie so oft: Meistens hat

nicht der Recht, der am lautesten

ruft, denn am Ende obsiegt fast im-

mer die Sachargumentation. Das

heißt hier die ganzheitliche Be-

trachtung, Bewertung und Abwä-

gung aller Argumente aus Sicht der

Stadt und der GVB auf dem Boden

von Recht und Gesetz. Ich bedau-

ere, dass durch die Diskussion viel

Porzellan zerschlagen wurde, denn

Vertrauen ist für mich in der täg-

lichen Arbeit ein wesentliches Fun-

dament, um auch künftig gemein-

sam und erfolgreich zusammen mit

dem Landesverwaltungsamt, dem

Stadtrat und dem Oberbürgermei-

ster die Stadt weiter zu entwickeln.

Deshalb ist es schlimm, wenn eini-

ge Fraktionen eine Sachfrage um

die Anzahl von Straßenbahnen aus

politischer Motivation sogar zu

einem Machtkampf verunglimpfen.

Der von der Verwaltung vorge-

schlagene und von der Mehrheit im

Stadtrat getragene Beschluss sollte

jetzt weiter umgesetzt werden, um

schnellstmöglich mit der Neube-

schaffung von zunächst sechs Stra-

ßenbahnen die Barrierefreiheit in

Gera zu verbessern und die GVB

für die Zukunft zu rüsten. Schließ-

lich sollten wir zu all den anderen

drängenden Themen zurückkeh-

ren, um unsere Stadt, unser Gera

nach vorne zu bringen. Das muss

unser aller Interesse sein. Lassen sie

es uns gemeinsam anpacken!

Fanny Zölsmann

Scharfe Debatte um die Bahnen

Ankauf von Straßenbahnen – Bürgermeister Kurt Dannenberg antwortet

Gera (NG/faz).

Sie hätte noch

weitermachen wollen, aber nicht

mehr können. Ihre Gesundheit

zwingt sie in den Ruhestand. Ilona

Herting kleidete 30 Jahre lang die

Geraer Damenwelt mit Strickwaren

aus Spanien, Kleider aus Italien und

Jacken aus Frankreich ein. Ein fei-

nes Gespür für Mode hatte sie ihr

Leben lang. Nach der Wende kam

sie aus Herne nach Gera und öff-

nete zuerst in der Rittergasse, dann

in der Großen Kirchstraße und zu-

letzt für viele Jahre auf der Sorge 52

Tag für Tag ihre kleine Boutique.

Wenngleich sie gemeinsam mit

ihrem Mann Heinrich in Gera ein

Zuhause und Freunde fand, fuhr

sie doch jedes Wochenende in ihre

Heimat zurück. „Nun ist es an der

Zeit, dass wir gänzlich zurückkeh-

ren und uns Zeit für unsere Kinder

und Enkelkinder nehmen”, freuen

sich beide Senioren auf ihren ver-

dienten Ruhestand, denn immerhin

wird Ilona Herting am 29. Oktober

77 Jahre alt.

Am 24. Oktober werden sie für

ihren letzten Verkaufstag aufschlie-

ßen. Danach treten sie die Heimrei-

se an, werden jedoch mindestens

zweimal im Jahr nach Gera zurück-

kommen. „Gera ist schöner als Her-

ne. Wir wären gern hier geblieben,

doch die Familie braucht uns und

wir brauchen sie”, wissen beide.

Feierabend nach 30 Jahren

Ilona Herting schließt Modelädchen auf Sorge zu

Seit ein paar Monaten ist Falk Bräuner Eigentümer der Sorge 52. Er

verabschiedet Ilona Herting in ihren Ruhestand. Stets ihr den Rücken

gestärkt: Ehemann Heinrich Herting (M.).

Foto: Zölsmann

S29692

N017055

2

Von Fanny Zölsmannn

Immer mal wieder kommt es zu

Bränden in leerstehenden Immobi-

lien. Verheerend und bis heute ein

Mahnmal für diese Straftaten ist

der ehemalige Milchhof entlang der

Siemensstraße. Unheimlich mahnt

die Brandruine der einstigen indus-

triellen Stätte. Mehrfach legten Feu-

erteufel das Areal in Brand. Erstmals

in der Silvesternacht von 2014. Wäh-

rend der Täter im Laufe des Jahres

ermittelt werden konnte, fehlt von

den Brandstiftern, die für die zwei

weiteren Feuer verantwortlich zei-

chen, jede Spur. 2016 und 2018 kam

es erneut zu Zündeleien auf dem

Areal in der Siemensstraße.

Heute, zweieinhalb Jahre später,

teilt der Eigentümer Falk Bräuner

mit, dass es erste Hinweise zu den

Brandstiftern gäbe. „Auf meine

‚Kopfgeldauslobung‘ zur Brandstif-

tersuche Milchhof gab es einen er-

sten Hinweis. Wer entscheidend zur

Aufklärung beitragen kann, wird

mit bis zu 20.000 Euro belohnt”,

wirbt Bräuner noch einmal dafür,

mit handfesten Hinweisen beizutra-

gen.

Vor acht Jahren erwarb Falk

Bräuner den ehemaligen Milchhof,

der seit 1995 stillsteht. Dem Geraer

Investor und Unternehmer gehören

weitere historische Immobilien und

traditionsreiche Quartiere in Gera.

Es ist sein Ansinnen, jene Standorte

zu rekultivieren und mit neuem Le-

ben zu füllen. „Nicht ganz einfach

in dieser Stadt, braucht es doch für

viele Ideen und Projekte einen lan-

gen Atem. Dass sich dieser aber

auszahlen kann und wird, zeigen die

Fördermittel für die Reaktivierung

des Tietz-Quartieres (wir berichten

zeitnah), das KinoMetropol, an dem

sich viele Bürger der Stadt erfreuen,

und jene Hinweise zum Milchhof.

Der erste Brand liegt mehr als zwei

Jahre zurück. Es zeigt mir, dass es

auch den Geraern wichtig ist, das in-

dustrielle Erbe der Stadt zu wahren”,

dankt Falk Bräuner den engagierten

Bürgern, die Hinweise gaben und

geben.

Wer Hinweise zu den Brandstif-

tern geben kann, richtet diese an die

Polizei Gera:

8290.

Seit Jahren muss sich der Geraer

Investor öffentlich dafür rechtfer-

tigen, dass es weder am Milchhof

noch am ehemaligen Tietz-Quartier

(Horten-Kaufhaus) auf der Sorge

vorangeht – ebenfalls im Besitz der

FAB Grundbesitz GmbH, deren

Inhaber Falk Bräuner ist. Für beide

Immobilien habe der Investor seit

Jahren Pläne, die zum Teil der Ver-

waltung vorliegen.

Kurzer Blick in die Geschichte

14. September 1929: Der Milch-

hof wird errichtet, da der Bedarf an

Milch und Milchprodukten steigt.

Im Jahr 1938 tritt Osterland als Mar-

ke für die Erzeugnisse des Milchhofs

Gera erstmals in Erscheinung. Am 6.

Februar 1979 nahm der VEB Milch-

hof Gera an der Industriestraße die

Produktion auf. Bis 1990 übernahm

der Milchhof die gesamte Produkti-

on für den Bezirk Gera. Der 29. De-

zember 1994 ist das Ende des Milch-

hofs. Die Thüringer Milchwerke

schlossen den Milchhof Gera, wel-

cher etwa 150 Arbeitnehmer zu

diesem Zeitpunkt beschäftigte. Die

Produktion wurde nach Erfurt ver-

lagert.

Wer kann Hinweise geben?

Eigentümer vomMilchhof lobt weiter Prämie aus

Hinter Stacheldraht erinnert die heutige Ruine an die einstige indus-

trielle Stätte. Mehrere Brände forderten den Tribut des Milchhofes.

Foto: Zölsmann