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Neues Gera 26/20/

CYAN

MAGENTA

GELB

SCHWARZ / Seite 1

Freitag, 25. September 2020

28. Jahrgang / Nr. 26

Nächste Ausgabe

am 2. Oktober

Auto Weidlich,

Brückenstraße 3

07545 Gera • Tel.: 03 65 / 2 51 23

autoweidlich@t-online.de www.auto-weidlich-gera.de

Von Lars Werner

Der jüngste Jugendhilfeausschuss

am Mittwoch, 16. September, ver-

deutlichte, dass mit der Eröffnung

des 40. Kindergartens amWaldklini-

kum der notwendige Bedarf verrin-

gert werden konnte. Jedoch können

weder Eltern oder noch Verwaltung

aufatmen. Nach Berechnung des Ju-

gendamtes fehlen noch immer Plät-

ze. Vor allem im Zentrum hersche

noch immer ein großer Mangel.

Klar ist, dass das derzeitige Ange-

bot weiter ausgebaut werden muss,

da auch in den kommenden Jahren

mit einem gleichbleibenden Bedarf

zu rechnen ist. Michael Hoffarth,

Mitglied im JHA, brachte zudem ins

Gespräch, dass in einigen Einrich-

tungen Kinder mit Migrationshin-

tergrund einen hohen Prozentsatz

ausmachen und zitiert aus einer Stu-

die, dass die Entwicklung von Kin-

dern in Kitas mit hohem Migran-

tenanteil schlechter wäre. Natürlich

will er nicht, dass ausgewählt wird,

wer in die Kita darf, denn vielmehr

weist er darauf hin, dass auffällig sei,

dass in einigen Häusern nur wenige

oder keine Migranten angemeldet

sind und in anderen Einrichtungen

die Zahl steigt. Daher brachte er den

Vorschlag ein, eine Quote in der Pla-

nung aufzunehmen, mit dem Ziel,

dass jede Einrichtung 10 Prozent

Kinder mit Migrationshintergrund

aufnehme. Andreas Kinder und

Daniel Reinhardt, Vorsitzender des

Ausschusses, hielten dagegen: „Eine

passende Lösung für alle ist schwie-

rig, aber eine Quote ist nciht der

Weisheit letzter Schluss und trage

keineswegs zur Integration bei.”

„Ich verstehe ihr Anliegen und bin

gern behilflich, Lösungen zu finden.

Eine Quote ist aber nicht akzepta-

bel. Diese grenzt aus und benach-

teiligt. Das ist schon aufgrund des

Grundgesetzes Artikel 3 Absatz 3

nicht umsetzbar, denn niemand darf

ausgegrenzt werden und die Quote

kommt dem gleich. Zudem ist sie

menschlich nicht vertretbar und

deshalb sollte der Vorschlag keine

Mehrheit finden”, konstatierte die

Migrations- und Integrationsbeauf-

tragte der Stadt Gera, Nicole Land-

mann. „Es gibt zahlreiche Hilfsan-

gebote, welche Einrichtungen in

Anspruch nehmen können, um die

Integration voranzutreiben”, bilan-

zierte sie. Videodolmetscher, Kultur-

und Sprachmittler, sozialraumbezo-

gene Netzwerke sowie Anlaufstellen

stehen parat. Auch hausinterne Kon-

zepte können angepasst werden und

man sollte mehr auf die Bedürfnisse

der Kinder eingehen, die weniger

Probleme beim gemeinsamen Um-

gang haben.

Schlussendlich wurde der Antrag

einer Quote im Jugendhilfeaus-

schuss mehrheitlich abgelehnt.

Ebenfalls stand die Standortfestle-

gung eines neuen Freibades auf der

Tagesordnung. Hier schalteten sich

Stadtschülervertretung und Jugend-

rat (Gremium politisch aktiver Ju-

gendlicher) als beratende Mitglieder

ein und stellten Fragen an das Bau-

dezernat. Gern wollte man wissen,

ob der JHA in die weitere Planung

eingebunden werde. Schließlich

befasse man sich mit Problemlagen

junger Menschen, die bereits seit der

Standortschließung für ein neues

Bad plädieren. So könne man nicht

nur helfen einen Standort zu finden,

sondern auch Argumente zu den

entscheidenden Einzelheiten liefern.

Im Vorfeld des Jugendhilfeausschus-

ses wurden Fragen zu den Themen

Untersuchungen und Gutachten,

Klimaschutz, Nachhaltigkeit sowie

Dauer der Standortsuche an das

Baudezernat mit der Bitte um Ant-

wort gesandt. Vergeblich wartete die

Jugend auf Antworten, ferner wurde

sie vertröstet mit der Antwort, man

sähe keine Notwendigkeit, die Fra-

gen zu beantworten, denn der JHA

sei nicht der richtige Debattenort.

Sauer über die Entscheidung wen-

dete man sich an den Ausschuss,

welcher die Thematik aufnahm und

kein Verständnis für die Aussagen

des Amtes zeigte. Schließlich sei von

oberster Stelle gewünscht, dass sich

die Jugend auch politisch engagiere.

Einigkeit herrschte im Jugend-

hilfeausschuss, dass Kinder und

Jugendliche die Hauptnutzer seien

und schon deshalb gehört werden

sollten. Der JHA unterstützt das

Vorgehen des Jugendrates und gab

deshalb die Empfehlung an den

Stadtrat (Sitzung am gestrigen Don-

nerstag, 24. September), dass der

Punkt zur Abstimmung über den

Standort von der Tagesordnung zu

streichen sei und in die Verwaltung

zurückverwiesen werden solle – mit

der Argumentation: die Meinung

der Jugend einzuholen.

Aktuell stehen zwei Standorte zur

Diskussion: Das Areal gegenüber

dem Hofwiesenbad und eine Wiese

am Gessenbach. Mehr dazu in der

kommenden Woche.

Aktuelles aus dem Jugendhilfeausschuss

Wird Geras

Jugend gehört?

Warn-Tag in Gera

In der letzten Ausgabe erzählte ich

von meinen Erfahrungen des ersten

Warntages in Gera, woraufhin ich

ein paar Fragen an die Stadtverwal-

tung sandte. Bürgermeister Kurt

Dannenberg gibt nun Antwort:

Warum hat Gera keine Sirenen

für die Warnung der Bevölke-

rung?

Die Stadt Gera hat derzeit 22 Sire-

nen. Weitere Sirenen sollen künftig

errichtet werden, insbesondere ent-

lang der Weißen Elster. In diesem

Jahr haben wir passiv amWarn-Tag

teilgenommen und z.B. über sozi-

ale Natzwerke darauf hingewiesen.

Perspektivisch können wir uns eine

aktive Teilnahme vorstellen.

Was denken Sie? Verschreckt

eine solche Übung oder wäre sie

sinnvoll, für einen souveränen

Umgang mit Gefahren?

Ich halte derartige Übungen –

auch aus fachlicher Sicht – für sinn-

voll. Sie müssen dann aber auch re-

gelmäßig stattfinden, denn „nur die

Übung macht den Meister.“

Haushalt 2021

Der Haushaltplan 2021 als Be-

schlussvorlage wird dem Hauptaus-

schuss fristgerecht zu seiner Sitzung

am kommenden Montag, 28. Sep-

tember vorgelegt. „Der Haushalts-

entwurf 2021 der Verwaltung ist

derzeit ausgeglichen, kommt ohne

Bedarfszuweisungen aus, sieht kei-

ne Kreditaufnahmen vor und ist

genehmigungsfrei”, dankt Bürger-

meister Kurt Dannenberg seinem

Dezernat Finanzen, Sicherheit und

Bürgerservice und allen daran be-

teiligten Mitarbeitern aus der Stadt-

verwaltung.

Gemäß Festlegung der Fraktionen

wird der Haushalt 2021 in zwei Gre-

miendurchläufen beraten, das heißt

das die Beschlussfassung damit für

den 3. Dezember vorgesehen ist.

Fanny Zölsmann

Kurz informiert

Warn-Tag in Gera – Haushalt 2021 ist fertig

Tun auch Sie Gutes am Spendertag, 28. September. Werden Sie zum Helferherz und unterstützen Sie, sei es der eigene Sportverein, der Förder-

verein der Schule oder ein Projekt in der direkten Nachbarschaft. Lesen Sie über ein soziales Projekt auf Seite 6 dieser Ausgabe. Foto: Zölsmann

Springen Sie auf den Zug auf !