Background Image
Previous Page  3 / 12 Next Page
Basic version Information
Show Menu
Previous Page 3 / 12 Next Page
Page Background

Neues

Gera

Seite 3

Sonnabend, 15. April 2017

Karikatur: Bernd Zeller

Frohe Ostern

Von Harald Baumann

Wenn so mancher glaubt, über

Gera lasse sich nicht viel Positives

berichten, dann möchten wir auf

ein Vorhaben aufmerksam machen,

bei dem die Handwerkskammer zu-

recht Lorbeer erworben hat. Soeben

erfolgte in ihrer Agaer Bildungsstät-

te der o zielle Startschuss für ein

nachahmenswertes Modellprojekt.

Es nennt sich GIDA. Die Abkür-

zung steht für „Gemeinsam in die

Ausbildung“. Träger ist vor allem

die Bonner Otto Benecke Sti ung.

Die Geraer Handwerkskammer ist

mit ihren Bildungsstätten in Aga,

Rudolstadt und Zeulenroda einer

von bundesweit drei Projektpart-

nern und der einzige in Ostdeutsch-

land.

Der Hausherr der Kammer, Prä-

sident Klaus Nützel, dem die Freu-

de über den Beitrag zum Gelingen

von GIDA anzusehen war, und der

Vorstandsvorsitzende der Benecke-

Sti ung Lothar eodor Lemper er-

läuterten vor den Teilnehmern und

Gästen der Au aktveranstaltung

Sinn und Zweck des Vorhabens.

Über Integration werde von vielen

Politikern geredet. Hier aber neh-

me ein praxisnahes konkretes Pro-

jekt Gestalt an. Die schon recht gut

Deutsch sprechenden Teilnehmer

aus Afghanistan Aref Nayemi, Ali

Jahid Hosseini und Zahra Ghulani

konnten aus eigenem Erleben in der

Bildungsstätte darüber berichten.

Mit dem Projekt sollen Ge üchte-

te sowie benachteiligte junge Leute

aus Deutschland und Europa ohne

abgeschlossene

Erstausbildung

gemeinsam auf eine Lehrzeit im

Handwerk vorbereitet werden. Da-

bei erhalten sie in Vollzeit individu-

ell sprachliche, allgemeinbildende

und fachbezogene Kenntnisse und

Fertigkeiten für ihre beru iche Zu-

kun . Ziel ist es, sie bereits im Sep-

tember dieses Jahres in eine Ausbil-

dung zu bringen.

Insgesamt 37 junge Frauen und

Männer, unter anderem aus Syrien,

Eritrea und Afghanistan, nehmen

derzeit an dem Projekt in den drei

Bildungsstätten teil, zehn davon in

Aga. Nach einer Kompetenzfest-

stellung und einem fünfwöchigen

Praxistest in verschiedenen Berufs-

feldern haben die Teilnehmer zu

Beginn entsprechend ihren Nei-

gungen und Fähigkeiten die gezielte

praktische

Ausbildungsvorberei-

tung begonnen, so in den Bereichen

Holz, Elektro, Friseur und Kosmetik

sowie Kfz-Technik. Das Besondere

dabei ist, dass sie während dieser

Praxisphase direkten Kontakt haben

zu den Auszubildenden, die in den

Bildungsstätten ihre überbetriebli-

che Ausbildung absolvieren als auch

mit Schülern, die im Rahmen ihrer

Berufsorientierung die Bildungs-

stätten besuchen.

Die Geraer Handwerkskammer ge-

hörte bereits vor anderthalb Jahren

bundesweit zu den ersten Kammern,

die sich des emas Integration von

Flüchtlingen annahmen. So konnten

bisher in unterschiedlichen Pro-

jekten rund 270 Teilnehmer durch

Sprachkurse, Praktika sowie prakti-

sche und theoeretische Wissensver-

mittlung in den Bildungsstätten die

ersten Schritte zu Beschä igung und

Ausbildung im Handwerk gehen.

Dass diese Arbeit Erfolg zeigt,

dokumentieren diese Zahlen: 59

Flüchtlinge wurden für Praktika

in Handwerksbetriebe vermittelt.

Sechs Projektteilnehmer haben

eine Ausbildung begonnen oder

eine reguläre Arbeit aufgenommen.

Hinzu kommen 62 Vermittlungen

für Hospitationen in Unternehmen

sowie 24 Vermittlungen zu anderen

Projektträgern.

Doch das alles wäre nicht ohne

die Bereitscha vieler hiesiger

Handwerksunternehmen möglich,

bedankt sich Klaus Nützel. So gibt

es laut einer Umfrage der Kammer

derzeit 482 Handwerksbetriebe, die

sich diesbezüglich engagieren wol-

len. „Zugleich wissen wir, dass die

Deckung des dringend benötigten

Fachkrä ebedarfs (derzeit mehr

als 1.000 o ene Stellen) allein über

Flüchtlinge nicht gelingen wird.

Das ist noch ein weiter Weg“, un-

terstreicht der Kammerpräsident.

Dennoch sei es eine Möglichkeit,

zum Erfolg der Integration durch

Beschä igung und Ausbildung bei-

zutragen.

Erfolgreicher Startschuss für GIDA

Geraer Handwerkskammer ist Partner für ein interessantes bundesweites Modellprojekt

Sie gehören zu den zehn jungen Flüchtlingen, die in Aga auf eine Be-

rufsausbildung vorbereitet werden. Hier erläutert der Meister der

Zimmererwerkstatt Daniel Pensold den Bau eines Laufstalls für eine

Lusaner Kindereinrichtung.

Foto: Baumann

Von Reinhard Schulze

Mit Musik geht alles besser, wer es

noch nicht wusste, der konnte es

am vergangenen Sonntagnachmit-

tag am Erdbunker in Scheuben-

grobsdorf hautnah erfahren. Ein-

geladen zur „P anzaktion Grünes

Gera“ hatte der Rotaract Club Gera.

Gemeinsam mit Kindern, deren

Eltern und Freunden wurden 150

Bäume, je 75 Bergahorn und Vogel-

kirschen gep anzt. Schon im Vor-

jahr hatte die Musikschule Fröhlich

ihr Interesse an der P anzaktion si-

gnalisiert. In diesem Jahr waren sie,

die „Happy Music Kids“, nun mit

vor Ort und nahmen nicht nur den

Spaten in ihre Hand, sondern er-

ö neten die Baump anzaktion mit

einem kleinen Konzert. „Wir schen-

ken den Kindern nicht nur einen

tollen Tag im Grünen, sondern wir

scha en gemeinsam eine wichtige

Grundlage für Artenvielfalt und für

eine gesunden Umwelt“, so Ana Isa-

bell Saur vom Rotaract Club Gera.

Es ist nicht die erste Aktion, wie

Ana Isabel Saur meint und erinnert

an die Aktion mit der EGG im Vor-

jahr „An der Wildbirne“, dort wur-

den 300 Bäume gep anzt.

Bäume für ein Gera

Rotaract Club p anzt 150 Bäume am Erdbunker

Für die Söllners aus Gera und Erlangen wurde die Baump anzaktion

des Rotaract Club gleich zum Familienaus ug. Foto: Schulze

Gera (NG).

An der Dualen Hoch-

schule Gera-Eisenach hat sich Ende

März der Förderkreis der Berufs-

akademie Gera e.V. zu seiner Mit-

gliederversammlung getro en. Zu-

vor war in einer konstituierenden

Sitzung des Vorstands der bishe-

rige Vorsitzende, Eckhard Oertel

(Inhaber der LFG Leiterplatten

Feinmechanik & Geräte Gera, als

Vereinsvorsitzender wiedergewählt

worden.

Weil aus der Berufsakademie vor

fast einem halben Jahr die Duale

Hochschule wurde, beschloss die

Mitgliederversammlung eine Um-

benennung in Förderkreis Duale

Hochschule Gera e.V., da der Ver-

ein seinen Schwerpunkt im Stand-

ort Gera sieht. Doch man sei o en

für eine enge Kooperation mit dem

Eisenacher Förderkreis.

Zu den Zielen des Förderkreises

mit seinen derzeit rund 30 Mitglie-

dern gehören im Jahr 2017 die Ge-

winnung neuer aktiver Mitglieder,

die Verleihung von drei Förderprei-

sen für die besten Absolventinnen

und Absolventen aus den Studi-

enbereichen Wirtscha , Technik

und Soziales wie die Vergabe von

Praxispartnerpreisen. Es ist vorge-

sehen, die Ringvorlesung in Gera

auszubauen sowie die KinderUni

und den Schülercampus zu unter-

stützen.

Beim Jahresempfang im eater

Gera soll die Präsenz in der Hoch-

schulstadt gezeigt werden. Eine

Überraschung plant der Verein

zusammen mit der Hochschulkom-

munikation für die neuen Studie-

renden, die im Herbst 2017 immat-

rikuliert werden.

Eckhard Oertel: „Wir haben jetzt

schon 2018 im Auge, dann gibt es

seit 20 Jahren das duale Studium

in Gera. Ein Grund zu feiern und

Rückblick zu nehmen auf eine er-

folgreiche Entwicklung für Gera,

die Region und darüber hinaus.

Dafür danken wir allen Beteiligten

und zugleich rufen wir Interessierte

auf, sich in unserem Förderkreis für

die Zukun der Dualen Hochschu-

le zu engagieren.“

Unterstüztung ausbauen

Förderkreis Berufsakademie rmiert sich neu

Vierheilig & Partner

Gesellschaft für Bank- und

Immobilienberatung mbH

Pestalozzistr. 1, 07551 Gera

Meine Empfehlung:

Veröffentlichen Sie nie alle Unterlagen im

INTERNET, manche schauen nur wo etwas zu

holen ist.

Peter Vierheilig

Wollen Sie Ihre Immobilie verkaufen?

Ich berate Sie gern unverbindlich!

Verkaufsberatungshotline: 0365 / 54818000

NG 15.17